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Kommentar : Hoher Anspruch bei leerer Kasse

Mit frischen Kräften zu neuen Ufern. Michael Skibbe, einst mit der Fußball-Nationalmannschaft in Japan und Südkorea an der Seite von Rudi Völler Weltmeisterschaftszweiter geworden, soll auch in Frankfurt für gute Stimmung sorgen. Die Mission, gerade in wirtschaftlich angespannten Zeiten, ist ebenso spannend wie herausfordernd.

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          Mit frischen Kräften zu neuen Ufern. Michael Skibbe, einst mit der Fußball-Nationalmannschaft in Japan und Südkorea an der Seite von Rudi Völler Weltmeisterschaftszweiter geworden, soll auch in Frankfurt für gute Stimmung sorgen. Die Mission, gerade in wirtschaftlich angespannten Zeiten, ist ebenso spannend wie herausfordernd. Skibbe will es dabei seinem Vorgänger Friedhelm Funkel gleichtun und mit dem angestrebten einstelligen Tabellenplatz für die beste Plazierung der vergangenen fünfzehn Jahre sorgen.

          Im Vergleich zu Thomas Tuchel ist Skibbe, geprägt auch durch Einsätze in Dortmund, Leverkusen und Istanbul, ein Routinier. Erstaunlich jedenfalls, dass sie im sportlich erstklassigen Ballungsraum Rhein-Main schon vor dem Anpfiff zur Saison den Trainer ausgewechselt haben. Nobody Tuchel, 35 Jahre alt, soll es am Mainzer Bruchweg richten. Dass der einem breiten Publikum unbekannte Nachfolger des Norwegers Jörn Andersen sein Handwerk versteht, hat er schon bewiesen. Mit der Mainzer Juniorenmannschaft ist Tuchel deutscher Meister geworden.

          Das Interesse der Fans bewegt sich auf einem konstanten Niveau

          Unbestritten ist: Die Eintracht bleibt unangefochten die Nummer eins der Region. Von ihr geht weiterhin die größte Strahlkraft aus. Das Interesse mit allein 26.000 Dauerkartenkunden bewegt sich auf einem konstant hohen Niveau; Bundesligaspiele in der Arena dürften auch zukünftig zumeist vor ausverkauftem Haus stattfinden.

          Für den Stadtnachbarn FSV, der sich unter zweitklassigen Bedingungen zuletzt recht achtbar in der großen Commerzbank-Arena geschlagen hat, steht das zweite Jahr in der zweiten Liga unter einem besonderen Stern. Endlich gibt es wieder richtige Heimspiele im Bornheimer Volksbank-Stadion. Die traditionsreiche Stätte, in der sich morgen zum Saisonstart der MSV Duisburg vorstellt, ist für annähernd 20 Millionen Euro Stück für Stück zu einem „Schmuckkästchen“ ausgebaut worden, wie Geschäftsführer Bernd Reisig findet. Der umtriebige Macher des FSV Frankfurt hat zuletzt geschickt Doppelpass mit der Politik gespielt und die administrativen Voraussetzungen geschaffen, dass der Bornheimer Traditionsverein seinen Ruf als zweite Kraft am Main dauerhaft festigen kann. Übrigens: Auch FSV-Cheftrainer Tomas Oral gehört zur neuen Generation von Fußballlehrern. Er ist 36 Jahre alt.

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