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Kommentar : Erfreuliche Signale

Der Aufschwung in Mainz hält an, und auch in Frankfurt geht es nach einem kurzzeitigen Formknick wieder nach oben. Spürbar und sichtbar sogar, denn das deutliche 6:2 der Eintracht gegen wehrlose Oberhausener katapultierte die Hessen aus dem Mittelfeld der zweiten Liga hoch auf Rang fünf.

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          Der Aufschwung in Mainz hält an, und auch in Frankfurt geht es nach einem kurzzeitigen Formknick wieder nach oben. Spürbar und sichtbar sogar, denn das deutliche 6:2 der Eintracht gegen wehrlose Oberhausener katapultierte die Hessen aus dem Mittelfeld der zweiten Liga hoch auf Rang fünf. Fünfter im Tabellenklassement - das ist eine Plazierung, die auch dem Nachbarn vom Bruchweg gefällt. Diesmal waren es die Millionäre der hochverschuldeten Dortmunder Borussia, die erkennen mußten, daß der kecke Aufsteiger des FSV Mainz 05 sehr wohl und erstklassig Fußball zu spielen versteht. Die Profis von Trainer Jürgen Klopp haben mit dem 1:1 ein weiteres Achtungszeichen gesetzt.

          Doch auch vom Fußball-Standort Frankfurt aus werden wieder erfreuliche Signale gesendet. Beim Comeback der Frustrierten kam der schwache und sich scheinbar selbst aufgebende und gegen den Trainer spielende Tabellenletzte Rot-Weiß Oberhausen der Eintracht gerade recht. Comeback der Frustrierten? Bis zum Beginn der zweiten Halbzeit gehörten Markus Beierle und Stefan Lexa mit Sicherheit nicht zu der Gruppe glücklicher Eintracht-Profis, die Woche für Woche von Beginn an spielend der Arbeit nachgehen durfte. Trainer Friedhelm Funkel, der sich anschickt, auf zweiter Ebene ein Meister der Rotation zu werden, vertraute zuletzt anderen als Beierle und Lexa. Mit dieser Taktik hat er scheinbar den rechten Ton getroffen, denn in den 45 Minuten, die Beierle und Lexa wirbeln durften - und es auch ausgiebig taten -, war zwischen Kopfbällen und Torschüssen einiges an erfolgreicher Frustbewältigung zu spüren. Beierle und Lexa - Funkel hat genau zur rechten Zeit zwei Joker gezückt, die gestochen und den Weg zum torreichen Befreiungsschlag gegen Oberhausen geebnet haben. Daß aber nun beide schon am kommenden Freitag beim Auswärtsspiel in Essen in der Frankfurter Startelf stehen, ist alles andere als sicher. Andree Wiedener, der noch am Mittwoch als Torschütze im Pokal gegen Fürth glänzte, war sich auch seines vermeintlichen Stammplatzes gegen Oberhausen sicher - und fand sich auf der Auswechselbank wieder.

          Solang Funkels Rotationsmaschinerie erfolgreich am Laufen ist, darf sich mit wenigen Ausnahmen kaum jemand aus dem Eintracht-Ensemble seines Platzes sicher sein. Weder im Liga-Alltag noch im Pokal, in dem Schalke wartet und Eintracht-Vorstandschef Heribert Bruchhagen schon jetzt in Verzückung versetzt. "Wunderbar, toll. Besser geht es nicht." Schön, wenn bis dahin der wieder eingeleitete Aufschwung anhielte.

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