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Kommentar : Bewegung im Taximarkt

Taxis warten am Frankfurter Hauptbahnhof. Bild: dpa

Wie kann im Zeitalter der Digitalisierung mehr Wettbewerb im Taxigewerbe ermöglicht werden? Das Beispiel Frankfurt zeigt, wie schwer sich Städte mit einer digitalen Strategie tun – nicht nur im Verkehr.

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          Mit ihrem Monopol, mit ihrer einheitlichen Optik und mit ihren Einheitstarifen wirken Taxis in einer zunehmend bunter werdenden Wirtschaftswelt wie aus der Zeit gefallen. Nachdem es dem amerikanischen Uber-Konzern nicht gelungen ist, in Deutschland Fuß zu fassen, öffnen nun unverhofft Richter des Bundesgerichtshofs einen Spalt weit die Tür zu einem liberalisierten Taxi-Markt: Sie erlauben dem Unternehmen MyTaxi, seinen Kunden Rabatte zu gewähren, wenn diese über die App des Unternehmens Fahrten buchen. Bei My Taxi hat man sich das nicht zweimal sagen lassen und sogleich eine neue Rabattaktion auf den Weg gebracht.

          Als Kunde kann man dies nur gutheißen. Die rund um die Uhr bestehende Beförderungspflicht der etablierten Taxiunternehmen ist kein hinreichender Grund dafür, jedwede Neuerungen bei dieser Art der Mobilität zu untersagen. Uber hat sich seinerzeit ruppig verhalten und wenig Respekt vor deutschen Regelungen gezeigt, doch bewies das Geschäftsmodell der Amerikaner, dass sich Fahren auf Bestellung auch anders organisieren lassen als in elfenbeinfarbenen Fahrzeugen mit Einheitstarifen, als sei die Zeit um 1960 stehen geblieben.

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