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Kohlekraftwerk : Eon baut Staudinger nicht aus

Bei Staudinger bleibt es bei fünf Blöcken Bild: Wohlfahrt, Rainer

Der Eon-Konzern gibt seine Pläne zur Erweiterung des Kohlekraftwerks Staudinger nahe Großkrotzenburg auf. Die energiewirtschaftliche Situation biete keine hinreichende Investitionssicherheit für Block 6.

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          Der Düsseldorfer Eon-Konzern nimmt Abschied von dem Vorhaben, das Kohle- und Gaskraftwerk Staudinger zu erweitern. Wie Vorstandschef Johannes Teyssen bekanntgab, wird der Block 6, der mit Kohle befeuert werden sollte, nicht gebaut. Die energiewirtschaftliche Situation biete keine hinreichende Investitionssicherheit, sagte er zur Begründung.

          Manfred Köhler
          Stellvertretender Ressortleiter des Regionalteils der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und verantwortlicher Redakteur des Wirtschaftsmagazins Metropol.

          Gleichzeitig teilte Teyssen mit, dass der mit Erdgas betriebene Block 4 abgeschaltet werden, allerdings womöglich für Notfälle bereitgehalten werden solle. Da zum Jahresende auch der Block 3 außer Betrieb geht, wird das Kraftwerk in Großkrotzenburg in Zukunft weitaus kleiner sein als bisher. Es bleiben nur noch die Blöcke 1 und 5, in denen mit Kohle Strom produziert wird, Block 2 ist seit Jahren außer Betrieb.

          Um die Erweiterung des Kraftwerks wurde seit Jahren gestritten. Bürgerinitiativen, aber auch Anrainerkommen hatten sich gegen den neuen Block 5 gewehrt. Allerdings hatte das Regierungspräsidium Darmstadt Ende 2010 die entscheidende Genehmigung zum Bau erteilt. Eon hatte jedoch unter Hinweis auf mehrere Klagen dagegen auf einen Baubeginn verzichtet.

          Mit Steinkohle betriebene Kraftwerke produzieren seit dem Ausbau der erneuerbaren Energien zunehmend seltener Strom.

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