https://www.faz.net/-gzg-74bv2

Kohlekraftwerk : Eon baut Staudinger nicht aus

Bei Staudinger bleibt es bei fünf Blöcken Bild: Wohlfahrt, Rainer

Der Eon-Konzern gibt seine Pläne zur Erweiterung des Kohlekraftwerks Staudinger nahe Großkrotzenburg auf. Die energiewirtschaftliche Situation biete keine hinreichende Investitionssicherheit für Block 6.

          1 Min.

          Der Düsseldorfer Eon-Konzern nimmt Abschied von dem Vorhaben, das Kohle- und Gaskraftwerk Staudinger zu erweitern. Wie Vorstandschef Johannes Teyssen bekanntgab, wird der Block 6, der mit Kohle befeuert werden sollte, nicht gebaut. Die energiewirtschaftliche Situation biete keine hinreichende Investitionssicherheit, sagte er zur Begründung.

          Manfred Köhler

          Stellvertretender Ressortleiter des Regionalteils der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und verantwortlicher Redakteur des Wirtschaftsmagazins Metropol.

          Gleichzeitig teilte Teyssen mit, dass der mit Erdgas betriebene Block 4 abgeschaltet werden, allerdings womöglich für Notfälle bereitgehalten werden solle. Da zum Jahresende auch der Block 3 außer Betrieb geht, wird das Kraftwerk in Großkrotzenburg in Zukunft weitaus kleiner sein als bisher. Es bleiben nur noch die Blöcke 1 und 5, in denen mit Kohle Strom produziert wird, Block 2 ist seit Jahren außer Betrieb.

          Um die Erweiterung des Kraftwerks wurde seit Jahren gestritten. Bürgerinitiativen, aber auch Anrainerkommen hatten sich gegen den neuen Block 5 gewehrt. Allerdings hatte das Regierungspräsidium Darmstadt Ende 2010 die entscheidende Genehmigung zum Bau erteilt. Eon hatte jedoch unter Hinweis auf mehrere Klagen dagegen auf einen Baubeginn verzichtet.

          Mit Steinkohle betriebene Kraftwerke produzieren seit dem Ausbau der erneuerbaren Energien zunehmend seltener Strom.

          Weitere Themen

          Bücher aus aller Welt

          Frankfurter Literatur-Verein : Bücher aus aller Welt

          Seit 40 Jahren sorgt ein Frankfurter Verein dafür, dass deutschsprachige Verlage Titel aus dem globalen Süden herausbringen. Das Resultat: 800 Bücher, von denen viele ohne Hilfe vermutlich nie erschienen wären.

          Topmeldungen

          Brasilianischer Präsident : Bolsonaro ist an Covid-19 erkrankt

          Seine Infektion bestätigte der Präsident am Dienstag – und beteuerte, es gehe ihm gut. Die Maskenpflicht hatte er nicht nur oft missachtet, er hatte sie energisch bekämpft. Nun wird er mit Häme überschüttet.
          Die Welt wird enger, aber wir können etwas dagegen tun.

          Polarisierung in Debatten : Wir Gesinnungsgenossen

          In diesen Monaten zeigt sich die Herrschaft des Framings noch deutlicher also sonst – besonders bei Twitter. Ein Plädoyer für mehr Offenheit gegenüber dem, was uns zwar nicht gefällt, aber noch lange nicht extrem ist.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.