https://www.faz.net/-gzg-7m5xf

Knapp 96 Prozent Zustimmung : Ruppert löst Hahn als FDP-Chef in Hessen ab

  • Aktualisiert am

Gewählt: der neue FDP-Cjhef Ruppert (rechts) mit Vorgänger Hahn und Bundes-Generalsekretärin Beer Bild: dpa

Die hessische FDP hat den früheren Bundestagsabgeordneten Ruppert zu ihrem neuen Chef bestimmt. Knapp 96 Prozent der Delegierten stimmten für den Juristen aus dem Taunus.

          Stefan Ruppert ist neuer Landeschef der hessischen FDP. Der 42 Jahre alte ehemalige Bundestagsabgeordnete wurde mit 95,9 Prozent der Stimmen am Samstag auf dem Parteitag in Bad Soden gewählt. Ruppert folgt auf Jörg-Uwe Hahn, der nach der Schlappe der Liberalen bei der Landtagswahl im September seinen Rückzug angekündigt hatte. Die ehemalige Regierungspartei war in Hessen von 16,2 auf 5,0 Prozent abgestürzt und hatte nur ganz knapp wieder den Einzug ins Parlament geschafft.

          Vor der Wahl Rupperts hatte der ehemalige Landesvorsitzende Wolfgang Gerhardt auf das Ergebnis der Liberalen bei der Landtagswahl geblickt und gemeint: „Auch wenn es nur 5,0001 Prozent waren - es ist ein gewaltiger Unterschied zwischen drinnen und draußen.“

          Ausbildung in New York

          Seine größte Leidenschaft verdankt der neue hessische FDP-Chef seiner Mama. „Meine Mutter war die treibende Kraft, dass ich jetzt ganz gut kochen kann“, erzählt Stefan Ruppert. „Sie hat mich schon in jungen Jahren zu einem Kochkurs an der Volkshochschule geschickt.“ Er kocht gerne Wild und Gerichte, die lange dauern. „Das kann ich gut. Beim Kochen komme ich zum Nachdenken.“

          Als Landesvorsitzender der Liberalen wird der gebürtige Frankfurter Geschick und Geduld gut gebrauchen können. Zu den 95,9 Prozent Ja-Stimmen sagte er: „Ich bin beeindruckt von dem Ergebnis - das ich wahrscheinlich nie wieder erreichen werde“, kommentierte der neue Liberalen-Chef seinen Wahlerfolg.

          Der promovierte Jurist hat während seiner Ausbildung in New York bei einer Wirtschaftsprüfungsgesellschaft gearbeitet. Frankreich bedeutet für den Vater einer kleiner Tochter dagegen Kindheit, Ferien und Freundschaft: Schon von Kindesbeinen an spricht der ehemalige hessische Juli-Chef die Sprache, machte später auch sein Abitur an einem bilingualen Gymnasium in Frankfurt.

          „Ich habe einen gesunden Ehrgeiz“

          Privat schwingt Ruppert gerne den Schläger auf dem  Tennisplatz. Freunde zu treffen ist ihm dabei wichtiger, als jeden Punkt zu machen. „Ich habe einen gesunden Ehrgeiz, aber ich kenne meine Limits“, berichtet der ehemalige Bundestagsabgeordnete mit einer Portion Selbstironie. „Wenn man gerne kocht und isst, ist es gut, dass man sich bewegt.“

          Ruppert ist noch während seiner Schulzeit im Jahr 1990 in die FDP eingetreten. Im Hochtaunuskreis engagierte er sich erst in der FDP-Jugendorganisation, später als FDP-Vorsitzender. Im Bundestag, dem Ruppert von 2009 bis 2013 angehörte, war er unter anderem im Innenausschuss vertreten.

          Weitere Themen

          Aufforderungen zur Reflexion

          Nachwuchsfotografen : Aufforderungen zur Reflexion

          Talentschau mit einem möglichen Einblick in die Zukunft: Die Deutsche Börse Photography Foundation präsentiert junge Fotografie aus aller Welt.

          Topmeldungen

          Spaniens amtierender Ministerpräsident Pedro Sanchez nach dem Treffen mit König Felipe

          Regierungsbildung gescheitert : Stillstand in Spanien

          Pedro Sánchez hat keine Mehrheit im Parlament. Zum zweiten Mal in diesem Jahr wird im November ein neues Parlament gewählt. Doch die politische Blockade könnte andauern.
          Demnächst möglicherweise seltener zu sehen: „Zu vermieten“-Schild an einem Haus in Berlin-Schöneberg.

          F.A.Z. exklusiv : Mietendeckel schadet den Mietern

          Der Mietendeckel in Berlin soll das Wohnen bezahlbar halten. Doch die Studie eines renommierten Forschungsinstituts zeigt jetzt: Tatsächlich könnte er genau das Gegenteil bewirken.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.