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Wandel in Hessen : Wiesbaden und Rüsselsheim rufen „Klimanotstand“ aus

  • Aktualisiert am

Immer mehr Städte rufen in Deutschland den Klimanotstand aus: Nun haben Wiesbaden und Rüsselsheim nachgezogen. Bild: dpa

Wiesbaden und Rüsselsheim haben sich zu einem entschiedeneren Klimaschutz bekannt. Doch welche Auswirkungen hat das für Hessen?

          Mehrere hessische Kommunen bekennen sich zu einem entschiedeneren Klimaschutz. Die Stadtverordnetenversammlungen in Wiesbaden und Rüsselsheim beschlossen einen sogenannten Klimanotstand, wie die Sprecher der Städte am Freitag sagten.

          Die Beschlüsse vom Donnerstagabend sehen vor, dass bei allen Entscheidungen und Vorhaben der Stadtparlamente die Auswirkungen auf das Klima berücksichtigt werden sollen. Was das konkret für die Verwaltungsarbeit bedeute, müsse erst noch abgewartet werden, sagte ein Sprecher der Landeshauptstadt. Zunächst hatte der Hessische Rundfunk berichtet.

          Ein Zeichen setzen

          Konstanz in Baden-Württemberg hatte im Mai als erste Stadt in der Bundesrepublik den „Klimanotstand“ ausgerufen, es folgten weitere Kommunen. Zuletzt gab es auch in mehreren hessischen Kommunen Überlegungen, solche Beschlüsse zu fassen - etwa in Kassel, Marburg und Darmstadt. Wie viele Gemeinden in Hessen diese bereits verabschiedet haben, war am Freitag zunächst nicht bekannt.

          Wohl als eine der ersten Kommunen in Hessen rief am Montag Brachttal (Main-Kinzig-Kreis) den „Klimanotstand“ aus. „Wir sind eine kleine Gemeinde, aber in Klimafragen schon immer sehr bemüht“, sagte der Vorsitzende der Gemeindevertretung, Lutz Heer. Der einstimmige Beschluss der Gemeinde soll ein Zeichen für mehr Klimaschutz sein.

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