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Klimaaktivismus : Moment der Radikalen

Die Aktivisten der „Letzten Generation“ kleben sich auf der Straße fest. Ihr Protest ruft vor allem Unverständnis hervor. Bild: Andreas Pein

Dass mehr getan werden muss, um die Klimakrise auszubremsen, haben Umweltaktivisten als Erste erkannt. Weil zu wenig passiert, werden sie immer radikaler. Doch dieser Weg führt in eine Sackgasse.

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          In dieser Woche kommen die Meldungen aus Hamburg. Umweltaktivisten seilen sich dort mit Plakaten an der Elbphilharmonie ab und fordern einen sofortigen Gasausstieg. Das Wasser von Innenstadtbrunnen wird grün eingefärbt, um gegen das „Greenwashing“ fossiler Energieträger zu protestieren. Im Volkspark, im Stadtteil Altona, haben Klimaaktivisten und Linksradikale ein Camp bezogen, ihre spektakulärste Aktion soll eine Blockade des Hamburger Hafens werden. Stilllegen, was dem Klimaschutz schadet: Das ist ihr Ziel.

          Alexander Jürgs
          Redakteur in der Rhein-Main-Zeitung.

          Frankfurt wurde im Frühjahr von radikalen Aktivisten heimgesucht. Anhänger der Gruppe „Letzte Generation“ blockierten den Straßenverkehr, klebten sich mit den Händen am Asphalt fest, um gegen eine aus ihrer Sicht unzureichende Klimapolitik zu protestieren. Sie versuchten, den Betrieb des Flughafens zu stören, ließen schwarzes Fake-Öl die Treppenstufen von Bankzentralen hinabfließen. Dass manche von ihnen wegen der medienwirksamen Aktionen gleich für mehrere Tage in Gewahrsam genommen wurden, hatten die Aktivisten einkalkuliert. Sie sagen: Das ist der Kampf gegen den Klimakollaps allemal wert.

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