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Klassik : Mit Musik ins Neue Jahr - Januarkonzerte

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Wer sich in diesen Tagen an Weihnachtsoratorien nicht satthören kann, für den halten Veranstalter „zwischen den Jahren“ die Neujahreskonzerte bereit. Unter anderem gibt es das „Konzert zum Jahreswechsel“ mit Sektempfang der Villa Musica in Mainz.

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          Es soll ja Menschen geben, die genießen nach all dem Trubel und dem unerschöpflich scheinenden Reigen diverser Advents- und Weihnachtskonzerte erst einmal die Empfindung einer Sättigung. Siebenmal Bachs Weihnachtsoratorium war ohnehin zuviel des Guten, doch etwas anderes hat kaum ein Chor geboten. Also gönnt man sich eine kreative Pause. Auf keinen Fall, sagen andere, die sich einen Jahreswechsel ohne Musik kaum vorstellen können. Speziell für sie gibt es die Veranstaltungen "zwischen den Jahren", die Neujahrskonzerte und alles das, was das Konzertleben schon in den ersten Tagen nach Silvester wieder bereithält.

          Das alles hat Tradition und erfreut sich ungebrochener Beliebtheit. Zum Beispiel das "Konzert zum Jahreswechsel" mit Sektempfang der Villa Musica in Mainz - wie stets veranstaltet am 30. Dezember um 19 Uhr: Diesmal ist es ein Violinabend mit Geworg Budagian und einem exquisiten, Werke von Beethoven, Janácek, Szymanowski und Fauré enthaltenden Programm. Am gleichen Ort gestaltet der junge Pianist Georgi Slavchev am 2. Januar um 17 Uhr eine Solosoiree.

          Zu den großkalibrigen Veranstaltungen dieser Tage gehören zwei Neujahrsveranstaltungen: Beim "1822-Neujahrskonzert" in der Alten Oper spielt am 1. Januar um 16.30 Uhr wieder die Junge Deutsche Philharmonie, diesmal dirigiert von Paolo Carignani, der Werke von Janácek, Poulenc, Prokofjew und Mussorgsky interpretiert. Eine Stunde früher, um 15.30 Uhr, gibt das Radio-Sinfonie-Orchester Frankfurt sein Neujahrskonzert im Kurhaus Wiesbaden: Gastdirigent Stefan Solyom stellt populäre Werke von Smetana, Liszt, Addinsel, Borodin, Tschaikowsky und Chatschaturjan vor.

          Wer den Weg des Jugend-Sinfonie-Orchesters des Landes Hessen in den vergangenen Jahrzehnten mit einigem Interesse verfolgt hat, kann sich zum Jahresbeginn abermals ein Bild vom Leistungsstandard dieses Ausnahmeensembles machen: Am 8. Januar um 19.30 Uhr gestaltet das Orchester einen Auftritt in der Frankfurter Musikhochschule mit Werken von Brahms und Schostakowitsch. Am nächsten Morgen dann steht das erste Lunchkonzert des Hessischen Rundfunks bevor.

          Wer am 9. Januar nach weihnachtlich üppigem Mahl noch abspecken möchte, kann das Ereignis um 11 Uhr im Sendesaal natürlich auch ohne anschließenden Restaurantbesuch buchen und sich "nur" des Trios Wolfgang Meyer/Gustav Rivinius/Oliver Triendl erfreuen: Musik von Beethoven, Bruch und Zemlinsky steht auf dem Programm. Unterdessen lebt auch die Konzertsaison in der Alten Oper wieder auf: Das erste hochkarätige "Pro Arte"-Programm des neuen Jahres ist am 11. Januar um 20 Uhr im Großen Saal das Gastspiel des Orchestra Sinfonica di Milano, das unter der Leitung von Eiji Oue Werke von Rossini, Paganini und Strawinsky spielt. Star des Abends ist die Geigerin Hilary Hahn.

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