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Nachmittagsbetreuung an Grundschulen : Städtetag will klare Vorgaben

  • Aktualisiert am

Betreuung bis 17.00 Uhr: Das soll in Zukunft allen Grundschülern gewährleistet sein. Bild: dpa

Die Landesregierung will mit einem „Pakt für den Nachmittag“ die Betreuung von Grundschülern verbessern. Der Hessische Städtetag ist zu Verhandlungen bereit - sieht aber noch eine Menge ungelöster Fragen.

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          Hessens Städtetag fordert klare Zuständigkeiten bei der von der schwarz-grünen Landesregierung angestrebten Nachmittagsbetreuung von Grundschulkindern. Die Städte seien grundsätzlich zu Verhandlungen bereit, die Betreuung von Grundschülern bis 17.00 Uhr zu sichern. Dies sagte der Präsident des Städtetages, Kassels Oberbürgermeister Bertram Hilgen (SPD), am Donnerstag in Limburg. Für einen „Pakt für den Nachmittag“ seien jedoch noch eine „Unmenge von Fragen zu klären“, betonte auch Fuldas CDU-OB Gerhard Möller, der Vizepräsident des kommunalen Spitzenverbands ist.

          Für die Betreuung bis 14.30 Uhr will das Land aufkommen. In diesem Fall müsse aber festgelegt werden, dass auch das Mittagessen bezahlt wird, verlangt der Städtetag. Außerdem müsse klar sein, ob Eltern dazu verpflichtet seien, angebotene Betreuung anzunehmen und wie viel diese für die kommunalen Angebote zahlen müssten.

          Kein „zusammengestoppeltes Etwas“

          Neben der Nachmittagsbetreuung war auch die Integration behinderter Kinder in Regelkindergärten ein Thema der Sitzung in Limburg. Der Städtetag stimmte einer Vereinbarung zu, wonach die Integration für Kinder unter drei Jahren gesichert wird. Auch die Gruppengröße soll Möller zufolge reduziert werden. Zehn Millionen Euro steuert das Land Hessen für die Integrationsplätze bei. Die Umsetzung koste die Städte dennoch deutlich mehr als 20 Millionen Euro, betonte Hilgen. Grund dafür sei, dass sie einen Teil der Gruppenreduzierungen und eine Erhöhung der Integrationspauschale selbst trügen.

          CDU und Grüne sprachen von einem guten Signal des Städtetags zur Nachmittagsbetreuung. Die Regierungsparteien zeigten sich zuversichtlich, dass es zu einer gemeinsamen Lösung komme. Die SPD-Opposition sah sich in ihrer Kritik an der schwarz-grünen Nachmittagsbetreuung bestätigt. Man brauche kein „zusammengestoppeltes Etwas“, sondern ein klar strukturiertes Angebot für den gesamten Tag. Finanziell müssten die Kommunen dazu in die Lage versetzt werden.

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