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Tarifstreit um mehr Geld : 100 Kindergärten werden zum Auftakt bestreikt

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Dauerstreit: Seit Wochen schon fordern auch in Hessen die Erzieherinnen und Erzieher eine finanzielle Aufwertung ihrer Berufe - nun wollen sie streiken Bild: dpa

Verdi-Sekretär Axel Gerland frohlockt: „Es läuft besser als erhofft.“ Die Eltern vieler Kita-Kinder werden das nicht gern hören, spielt der nordhessische Gewerkschafter doch auf die Streikbereitschaft von Erzieherinnen an.

          Eltern in ganz Nordhessen müssen am Freitag umplanen: Mehr als 100 Kitas bleiben zum Auftakt der unbefristeten Streiks von Erziehern, Pädagogen und Sozialarbeitern geschlossen. Betroffen sind nach Angaben der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi unter anderem die Städte Kassel, Baunatal, Homberg/Efze und Felsberg. Am Montag folgen Hunderte weitere Einrichtungen in ganz Hessen.

          „Es läuft besser als erhofft. Es wollen mehr streiken, als wir geplant haben“, sagte der Verdi-Nordhessen-Geschäftsführer Axel Gerland in Kassel. Ziel sei es aber, den Streik abzubrechen und wieder zu verhandeln. Nach Verdi-Schätzungen gibt es in Hessen rund 25 000 Beschäftigte im Sozial- und Erziehungsdienst.

          Finanzielle Aufwertung gefordert

          Bei einer bundesweiten Urabstimmung hatten sich 93,44 Prozent der Mitglieder für einen unbefristeten Arbeitskampf ausgesprochen. Die Gewerkschaft fordert eine finanzielle Aufwertung der Sozial- und Erziehungsberufe, die unter anderem durch eine höhere Eingruppierung erreicht werden soll.

          Der zweite Vorsitzende des Kasseler Stadtelternbeirats, Martin Teuber, unterstützte die Forderungen der Erzieher. „Der Streik trifft uns ordentlich, aber wir stellen uns hinter die Erzieher. Sie bilden unsere Kinder aus.“

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