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Folgen der Kita-Affäre : Awo-Bundesverband sieht Feldmann als entlastet an

Unter Druck wegen Awo-Affäre: Wie viel Einfluss hatte der Frankfurter Oberbürgermeister auf das Gehalt seiner Frau? Bild: dpa

Peter Feldmann will das Geld zurückzahlen, das seine Frau zu viel verdient hat. Der Bundesverband der Arbeiterwohlfahrt lobt die Ankündigungen des Frankfurter Oberbürgermeisters. Ist die Angelegenheit für die Awo damit endgültig erledigt?

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          Der Bundesverband der Arbeiterwohlfahrt lobt die Ankündigung des Frankfurter Oberbürgermeisters Peter Feldmann (SPD), wonach dieser Geld zurückzahlen will, das seiner Ehefrau Zübeyde vom Awo-Kreisverband Frankfurt zu viel gezahlt wurde. Am Dienstagabend hatte Feldmann mitgeteilt, dass er den Bundesvorstand der Awo um eine Prüfung des Beschäftigungsverhältnisses seiner Frau gebeten habe.

          Hans Riebsamen

          Redakteur in der Rhein-Main-Zeitung.

          Martin Ochmann

          Redakteur in der Rhein-Main-Zeitung.

          Diese Prüfung solle sich auf ihr Gehalt, ihre Einstufung und ihre Qualifikation für ihre damalige Stelle als Leiterin der von der Arbeiterwohlfahrt betriebenen deutsch-türkischen Kita beziehen. „Sollte tatsächlich ohne sachlichen Grund auch nur ein Cent Gehalt zu viel gezahlt worden sein, wird von uns jeder Cent zurückbezahlt“, kündigte Feldmann an. Auch die Kosten für die Nutzung eines Dienstwagens werde seine Frau der Awo ersetzen.

          Nach Angaben der Awo hat Feldmann erst durch die Pressekonferenz am 17. Dezember davon erfahren, dass der Bundesverband die Höhe des Gehalts beanstandet habe. „Hier lag ein konkreter Fehler der früheren Geschäftsführung des Kreisverbandes vor“, teilt der Bundesverband mit.

          Weiter heißt es: „Nach den Recherchen des Awo-Bundesverbands hat der Oberbürgermeister keinen Einfluss auf die Gehaltsfestsetzung seiner Frau genommen. Dieser Vorgang wird im Verhältnis zu den anderen Vorgängen als nicht gravierend eingeschätzt und ist damit für den Awo-Bundesverband erledigt“, sagt Wilhelm Schmidt, Vorsitzender des Präsidiums. „Dies ist der erste Vorgang, wie ihn sich der Awo-Bundesverband vorstellt: aufklären und schnelle, freiwillige Reaktion der Betroffenen.“

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