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Kirchenreform in Frankfurt : Auf dem Weg zum katholischen Großgebilde

Keine rosigen Aussichten: Als eine der ersten Großpfarreien nahm die Dompfarrei St. Bartholomäus Anfang 2014 die Arbeit auf. Bild: Picture-Alliance

Die Stadtkirche hat in den vergangenen Jahren aus 42 Pfarreien neun Riesengebiete geformt. Der Prozess war nicht einfach. Viele Gläubige sorgen sich.

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          Im Büro von Hans-Dieter Adam hängt eine Frankfurt-Karte mit Filzstiftspuren. Der Bezirksreferent der katholischen Stadtkirche hat dort nach und nach von Hand die Grenzen der neuen Pfarreien eingetragen. Deren Gebiete haben sich in den vergangenen Jahren so schnell verändert, dass das Bistum Limburg noch keine aktuelle Karte hat anfertigen lassen. Nach jahrelangem Umbau gibt es in Frankfurt mittlerweile acht Großpfarreien und einen letzten „Pastoralen Raum“, eine Vorstufe, zu dem sich Pfarreien in Nied, Griesheim und Gallus zusammengetan haben. Adam sagt, auch sie werden sich bis 2023 zu einer Großpfarrei zusammenschließen müssen.

          Tobias Rösmann

          Redakteur in der Rhein-Main-Zeitung.

          Der Grund für den Konzentrationsprozess, der im ganzen Bistum Limburg vonstatten geht, ist einfach: Es gibt immer weniger katholische Priester, die eine Pfarre leiten könnten. In Frankfurt ist die Lage wegen der vielen Ordenspriester und Pfarrer im Ruhestand, die weiterhin Messen lesen, noch nicht dramatisch. Weil aber auch für Frankfurt der priesterliche Nachwuchs fehlt, ist ein Engpass abzusehen.

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