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Prozess um Kindsmord in Sekte : Angeklagte spricht von Liebe zu Sohn

Keine direkte Äußerung zum Tatvorwurf: Die Angeklagte hatte das Wort vor dem Hanauer Landgericht. Bild: dpa

Einer Mutter wird vorgeworfen, sie habe ihr Kind in einen Sack gesteckt, in dem es erstickte. Im letzten Wort vor dem Urteil ist viel von Mutterliebe die Rede.

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          Zum Ende des Prozess um den Kindsmord in einer Sekte in Hanau in den Achtziger-Jahren hat am Dienstag die Angeklagte das „letzte Wort“ vor dem Urteil gehabt. Die heute 61 Jahre alte Claudia H. ist wegen Mordes an ihrem vier Jahre alten Sohn Jan angeklagt. In der Verhandlung des Landgerichts Hanau sprach sie von der Liebe zu ihrem Kind, unter dessen Verlust sie seitdem zu leiden habe. Zu dem Tatvorwurf, sie habe den Tod ihres Kindes verursacht, äußerte die Angeklagte sich nicht direkt.

          Jan Schiefenhövel
          Redakteur in der Rhein-Main-Zeitung.

          Der Deutschen wird vorgeworfen, sie habe das Kind im August 1988 für den Mittagsschlaf in einen aus Bettlaken genähten Sack gezwungen und diesen über dem Kopf geschlossen. Das in Panik schreiende Kind habe sie in der Obhut einer Frau zurückgelassen, in deren Haus Claudia H. damals mit ihren Ehemann und dem Sohn lebte.

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