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Islamwissenschaftler Khorchide : Mit mehr Jugendprojekten gegen den Salafismus

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Islamwissenschaftler Mouhanad Khorchide wendet sich an die Muslime: Auch die kleine Gruppe der Salafisten „sind unsere Kinder“. Bild: dpa

Mehr Jugendprojekte könnten frustrierten Einwanderern als Ventil dienen, sagt Experte Mouhanad Khorchide bei einer Anhörung im hessischen Landtag. Ziel ist es konkrete Ideen gegen den Salafismus zu entwickeln.

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          Im Kampf gegen den Salafismus in Deutschland hat der Islamwissenschaftler Mouhanad Khorchide mehr Anerkennung vor allem für muslimische Jugendliche verlangt. Die Würdigung des Islams als ein Teil Deutschlands von Bundeskanzlerin Angela Merkal (CDU) sei daher ein „wichtiges Signal“, sagte der Professor aus Münster am Freitag bei einer Anhörung des hessischen Landtags in Wiesbaden zum radikalen Islamismus.

          Jugendprojekte etwa im Sport könnten frustrierten jungen Einwanderern ein anderes Ventil als Extremismus und Gewalt bieten. Dies sei auch eine interreligiöse Aufgabe. Die Muslime rief er auf, die verbreiteten Ängste der Deutschen ernst zu nehmen. „Wir müssen aufhören, mit dem Finger aufeinander zu zeigen“, sagte der Religionspädagoge und verlangte ein „Wir-Gefühl“, das auch die Muslime einbeziehe. Auch die kleine Gruppe der Salafisten „sind unsere Kinder“.

          Mehr als 40 Experten aus Wissenschaft und von Behörden wollen auf der zweitägigen Anhörung den Parlamentariern Handlungsempfehlungen zum Salafismus geben. Durch die Anschläge in Paris hat die Konferenz zusätzliche Aktualität erhalten.

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