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„Nicht einfach so anzuzünden“ : Keinen Brandbeschleuniger im Goetheturm gefunden

  • Aktualisiert am

Trauerzeichen: weiße Rose am Fuße der Goetheturm-Ruine Bild: dpa

Wie immer der Goetheturm in Brand gesteckt wurde, bisher haben Ermittler keinen Brandbeschleuniger gefunden. Doch meint die Polizei: „Es muss einen Brandbeschleuniger gegeben haben.“

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          Rund drei Wochen nach dem Feuer im Frankfurter Goetheturm gibt es noch keinen Hinweis auf den möglichen Brandbeschleuniger. Bei den ermittlungstechnischen Untersuchungen sei keine Zündquelle gefunden worden, sagte die Sprecherin der Staatsanwaltschaft Frankfurt, Nadja Niesen. Die Ermittler gehen dennoch weiter von Brandstiftung aus. Die „Frankfurter Neue Presse“ hatte zuvor darüber berichtet.

          „Es muss einen Brandbeschleuniger gegeben haben, so einen Turm kann man nicht einfach mit einem Streichholz oder einer Kerze“ anzünden, sagte Polizei-Sprecherin Isabell Neumann. Möglicherweise liege es an den untersuchten Proben oder es sei ein Stoff verwendet worden, der rückstandsfrei verbrannt sei, erläuterte Niesen.

          Der rund 85 Jahre alte und 43 Meter hohe Holz-Aussichtsturm im Stadtwald war am frühen Morgen des 12. Oktober völlig abgebrannt. Die Ermittler haben es möglicherweise mit einer Brandserie zu tun. „Wir haben aber noch nichts, was auf eine Serie hindeutet“, sagte Neumann.

          Auch Holzpavillons abgebrannt

          In der Nacht zum 23. Oktober war im Stadtteil Dornbusch eine Kita aus Holz abgebrannt und dabei ein Schaden von rund 1,5 Millionen Euro entstanden. Die Ermittlungen laufen noch. Die Polizei geht dabei jedoch ebenso von Brandstiftung aus wie bei drei früheren Taten. Dabei gingen zwei Holz-Pavillons in Frankfurter Parks in Flammen auf und es brannte ein hölzerner Aussichtsturm bei Kelkheim im Taunus.

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