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Von Bochum nach Rüsselsheim : Opel und Betriebsrat streiten um Zafira-Verlagerung

  • Aktualisiert am

Verlagerung: Der Zafira soll künftig in Rüsselsheim (Foto) gebaut werden, nicht mehr in Bochum - so will es die Adam Opel AG Bild: Eilmes, Wolfgang

Die Adam Opel AG will die Produktion des Zafira von Bochum nach Rüsselsheim verlegen. Dagegen geht der Bochumer Betriebsrat juristisch vor. Ein Gütetermin blieb ohne Einigung.

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          Im Streit um die Verlagerung der Zafira-Produktion vom Ruhrgebiet ins Stammwerk Rüsselsheim bleiben die Fronten zwischen dem Bochumer Betriebsrat und der Adam Opel AG verhärtet. Ein Gütetermin vor dem Landgericht Darmstadt blieb am Dienstag ohne Ergebnis. Das Verfahren soll am 30. September fortgesetzt werden, entschied der Vorsitzende Richter Werner Schäfer. Dann sollen auch Zeugen gehört werden.

          Der Bochumer Betriebsratsvorsitzende Rainer Einenkel wirft dem Unternehmen vor, den Aufsichtsrat nicht korrekt über den Plan informiert zu haben, den Familienwagen ab 2015 in Hessen statt wie bisher in Bochum vom Band rollen zu lassen. Der Beschluss besiegelte das Ende der Autofertigung an dem Standort. Einenkel sieht Fehler bei der Abstimmung im Aufsichtsrat.

          Ein Unternehmenssprecher wollte das laufende Verfahren am Dienstag nicht kommentieren. Vorab verlautete aber aus Konzernkreisen, der Aufsichtsrat habe seine Entscheidung im Einklang mit allen geltenden Regeln getroffen. Es gebe keine Formfehler.

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