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Evangelische Kirche und AfD : Kein kirchliches Amt für radikale AfD-Mitglieder

Engagiert: Volker Jung, Präsident der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau Bild: EHKN

Einen Grundsatzbeschluss für den Umgang mit der AfD gibt es in der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau nicht. Ämter in Kirche und AfD könnten aber unter bestimmten Voraussetzungen unvereinbar sein.

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          Der Präsident der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau, Volker Jung, hält ein kirchliches Amt und ein Amt in der AfD unter bestimmten Voraussetzungen für unvereinbar. Im Interview mit dieser Zeitung sagte er: „Wenn sich jemand diskriminierend äußert oder wenn jemand eine Position vertreten würde, wonach eingebürgerten Deutschen das Deutschsein abgesprochen würde, wäre für mich zum Beispiel eine Grenze überschritten.“

          Tobias Rösmann

          Redakteur in der Rhein-Main-Zeitung.

          Das Kirchenrecht ermögliche dann ein Verfahren, nach dem ein Kirchenmitglied sein Amt aufgeben müsse. Allerdings gebe es keinen Grundsatzbeschluss für den Umgang mit der AfD. Die evangelische Kirche werde immer zuerst das Gespräch suchen und darin auf die konkreten Inhalte und Aussagen eingehen.

          Jung skizzierte außerdem die Pläne der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau, um dem Mitgliederschwund zu begegnen. Entscheidend sei es, die Kommunikation in den Gemeinden und in den sozialen Medien zu verbessern.

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