https://www.faz.net/-gzg-9dohk

Evangelische Kirche und AfD : Kein kirchliches Amt für radikale AfD-Mitglieder

  • -Aktualisiert am

Engagiert: Volker Jung, Präsident der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau Bild: EHKN

Einen Grundsatzbeschluss für den Umgang mit der AfD gibt es in der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau nicht. Ämter in Kirche und AfD könnten aber unter bestimmten Voraussetzungen unvereinbar sein.

          1 Min.

          Der Präsident der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau, Volker Jung, hält ein kirchliches Amt und ein Amt in der AfD unter bestimmten Voraussetzungen für unvereinbar. Im Interview mit dieser Zeitung sagte er: „Wenn sich jemand diskriminierend äußert oder wenn jemand eine Position vertreten würde, wonach eingebürgerten Deutschen das Deutschsein abgesprochen würde, wäre für mich zum Beispiel eine Grenze überschritten.“

          Das Kirchenrecht ermögliche dann ein Verfahren, nach dem ein Kirchenmitglied sein Amt aufgeben müsse. Allerdings gebe es keinen Grundsatzbeschluss für den Umgang mit der AfD. Die evangelische Kirche werde immer zuerst das Gespräch suchen und darin auf die konkreten Inhalte und Aussagen eingehen.

          Jung skizzierte außerdem die Pläne der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau, um dem Mitgliederschwund zu begegnen. Entscheidend sei es, die Kommunikation in den Gemeinden und in den sozialen Medien zu verbessern.

          Weitere Themen

          Razzia im Kronenschlösschen

          Einbruch in Weinkeller : Razzia im Kronenschlösschen

          Nach dem spektakulären Weindiebstahl im Rheingauer Kronenschlösschen hat es gestern eine Razzia in dem Gourmet-Lokal in Hattenheim gegeben. An der bisherigen Darstellung der Tat hat die Polizei offenbar Zweifel.

          Topmeldungen

          Marokkanische Migranten am 18. Mai bei der Ankunft in Ceuta

          Migration aus Marokko : Ansturm auf Ceuta

          Tausende Menschen sind innerhalb eines Tages in die spanische Exklave Ceuta geströmt. Die politische Botschaft aus Rabat: Ohne Marokko lässt sich der Kampf gegen die illegale Migration nach Europa nicht gewinnen.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.