https://www.faz.net/-gzg-78gb7

Keimbefall in Intensivstation : Zustand erkrankter Frühchen stabil

  • Aktualisiert am

Intensivstation für Frühgeborene wegen Keimbefalls geschlossen: HSK in Wiesbaden Bild: dpa

Nach der Schließung der Intensivstation für Frühgeborene an den Horst-Schmidt-Kliniken in Wiesbaden ist der Zustand von vier Babys stabil. Die einzelnen Zimmer sollen geräumt und grundgereinigt werden.

          1 Min.

          Die Horst-Schmidt-Kliniken in Wiesbaden haben ihre Intensivstation für Frühgeborene geschlossen. Vier Kleinkinder sind mit einem Darmkeim infiziert. Die Untersuchung eines fünften Babys war gestern Abend noch nicht abgeschlossen. Allerdings schwebte keines der Frühchen in Lebensgefahr.

          Der Zustand der vier mit gefährlichen Darmkeimen infizierten Frühgeborenen in Wiesbaden ist unverändert stabil. Dies sagte am Vormittag eine Sprecherin der Horst-Schmidt-Kliniken. Die Klinik kündigte an, dass die einzelnen Zimmer geräumt und grundgereinigt werden. Der Wiesbadener Gesundheitsdezernent Arno Goßmann (SPD) bescheinigte der Klinik eine angemessene Reaktion.

          Übertragung über Schmierinfektion

          Nach Angaben der Ärzte kann der Darmkeim Klebsiella pneumoniae schwere Blutvergiftungen auslösen. Die Übertragung erfolge über Schmierinfektion. Wahrscheinlich habe die Mutter eines Kindes den Erreger eingeschleppt. 2011 waren in einer Bremer Klinik drei Frühgeborene nach Infektionen durch Keime gestorben. Im August 2010 waren in Mainz zwei Frühchen an einer verkeimten Nährlösung gestorben, die Uniklinik traf laut Ermittlungen aber keine Schuld.

          In einer Pressekonferenz berichtete Markus Knuf, der Direktor der Kinderklinik, dass das Bakterium Klebsiella pneumoniae mit hoher Wahrscheinlichkeit von der Mutter eines der jetzt betroffenen Kinder stamme. Der Erreger sei im Januar einmal festgestellt, aber später nicht mehr nachgewiesen worden. An diesem Wochenende habe man die Bakterien auf der Haut desselben und eines anderen Kindes nachgewiesen. Darüber hinaus seien sie im Blut von zwei weiteren kleinen Patienten festgestellt worden. Deren Zustand habe sich vorübergehend deutlich verschlechtert.

          Weitere Themen

          Tschaikowksy, auf links gedreht

          Neuer „Nussknacker“ : Tschaikowksy, auf links gedreht

          Tim Plegge hat für seinen „Nussknacker“ nicht nur die Familie neu erzählt, sondern den Groove in der Musik entdeckt. Er erzählt Anfang, Mitte und Ende mit offenen Fragen.

          Topmeldungen

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.