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Kaum Hoffnung auf Weihnachtsmärkte : Ein bisschen Glanz soll sein

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Anschubhilfe dringend erforderlich: Auch das Kettenkarussell, das derzeit auf dem Frankfurter Römerberg steht, dreht sich nach der Corona-Pandemie womöglich nur mit Finanzhilfen für die Betreiber weiter. Bild: Lucas Bäuml

Weil der Frankfurter Weihnachtsmarkt ausfällt, hoffen die Schausteller auf ein kleines Ersatzangebot. Andere Städte in Rhein-Main zögern noch mit Absagen.

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          Noch dreht sich das Kettenkarussell auf dem Römerberg. Der Jahrmarkt „Herbst in der Stadt“ läuft wie seit dem Eröffnungstag vor gut drei Wochen auf mehreren Plätzen oder Einkaufsstraßen in der Frankfurter Innenstadt. Die Momentaufnahme am Dienstag um 12 Uhr mag mit einem Drittel an gefüllten Sitzen bei der Auftaktfahrt und lediglich zwei kleinen Passagieren in der zweiten Runde keine Aussagekraft haben. Aber der Rubel rollt in diesen Wochen, die für 40 Frankfurter Schausteller die ersten Möglichkeiten für Einnahmen boten, nicht wirklich.

          „Wir sind im Rahmen des Erwartbaren zufrieden, dank der Unterstützung der Stadt kommen wir kostendeckend über die Runden und bieten uns, aber auch den Menschen Abwechslung und den Kindern eine Freude“, sagt Thomas Roie, Vorsitzender des Schaustellerverbands Frankfurt und Rhein-Main. 100.000 Euro waren nach Auskunft von City-Manager Eduard Singer aus den Mitteln des Tourismusbeitrags des Hauptamtes City- und Stadtteilmarketing auf Antrag hin geflossen. Laut Roie konnte durch das Geld der Zusatzaufwand für coronabedingte Hygiene- und Sicherheitsanforderungen finanziert werden. Zudem verzichtete die Stadt auf sonst übliche Standmieten.

          Dilemma der Organisatoren

          Die vier Wochen im Herbst sollten von vornherein ja ohnehin nur ein Hoffnungsschimmer sein für die gebeutelte Branche und ein Testlauf für den Weihnachtsmarkt, der für einige Schausteller die letzte Chance auf ein wirtschaftliches Überleben in diesem Corona-Jahr 2020 darstellte. Nach einer kurzfristigen Nachjustierung des Hygienekonzepts wegen des wenige Tage vor der Eröffnung sprunghaft angestiegenen Inzidenzwerts in Frankfurt verlief auf Römerberg, Roßmarkt oder Zeil bislang nach Worten Roies alles reibungslos. „Wir haben keine Daten herausgeben müssen, es gibt keinen Hinweis, dass wir auch nur einmal ein Infektionsherd waren. Da wir draußen arbeiten und uns gut organisirt streng an die Vorgaben gehalten haben, scheint es sicher zu sein bei uns“, sagt der Schausteller-Präsident.

          Am Samstag wurde der Weihnachtsmarkt dennoch abgesagt. Stadt und Gesundheitsamt war die Vorstellung nicht geheuer, in der Adventszeit bei womöglich noch höheren Corona-Werten eine Kirmes zu veranstalten.

          Wissen war nie wertvoller

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          Kurt Stroscher, bei der stadteigenen Tourismus- und Congress-GmbH (TCF) zuständig für die Volksfeste, erklärt das Dilemma: Zu viel Zulauf zum Budenzauber wäre nur schwer zu steuern gewesen, blieben die Leute wegen Corona andererseits daheim, würde der Weihnachtsmarkt für die einkommenslosen Schausteller statt zum Rettungsanker zum nächsten großen Minusgeschäft. Mancher hatte seine Teilnahme aus diesen Erwägungen heraus schon von sich aus abgesagt.

          Hessenweit sieht das Roger Simak, Geschäftsführer des Landesverbandes für Markthandel und Schausteller, ähnlich für die noch nicht abgesagten Märkte. „Die Atmosphäre kann sicher nicht annähernd das Gleiche bieten wie in allen Vorjahren. Wir sind daher nur vorsichtig optimistisch, was die Wirtschaftlichkeit der Weihnachtsmärkte angeht“, sagt Simak.

          Hoffen auf die Politik

          Die Schausteller in Frankfurt nahmen die Nachricht laut Roie unter Schock auf, zeigen aber auch Verständnis. „Die Gesundheit steht über allem“, sagt er. „Für uns ist das aber dennoch ein Hin und Her der Gefühle. Besser ist aber, jetzt abzusagen als in drei Wochen, wenn die Maschinerie hochgefahren ist und Bestellungen unwiderrufbar aufgegeben sind.“ Die in Frankfurt derzeit tätigen Schausteller hoffen, dass „Herbst in der Stadt“ womöglich über das bislang vorgegebene Ende am 7. November verlängert wird in den Advent hinein. „Wir sprechen darüber inwieweit Stände stehen bleiben könnten. Dies aber ist stark abhängig von der Entwicklung der Fallzahlen um Covid, der Entscheidung der Kanzlerin auf Bundesebene und des Corona-Verwaltungsstabs der Stadt“, sagt City-Manager Singer.

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