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Nach Tod von Lübcke : Wolfsmenschen als Zeichen gegen Hetze

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Furcht und Schrecken: Wolfsfiguren sollen vor Rechtsextremismus warnen. Bild: dpa

Nach dem Mord an Walter Lübcke wurden in Kassel Statuen in Form übergroßer Wolfsmenschen aufgestellt. Sie sollen ein warnendes Symbol gegen Rechtsextremismus sein.

          Nach dem Mord an Walter Lübcke hat in Kassel ein Künstler mit übergroßen Wolfsfiguren zum Widerstand gegen Hass und Hetze aufgerufen. Der Brandenburger Bildhauer Rainer Opolka zeigte die Bronzefiguren am Dienstag auf dem Königsplatz. Anlass der Aktion seien die Hinrichtung Lübckes und die Hasskommentare gewesen, die danach im Internet kursierten, erklärte Opolka: „Ich stehe hier und sage: Schluss mit dieser Hasspropaganda.“

          Die Wolfsmenschen, die teilweise Waffen tragen, sind für ihn ein Symbol des Nationalsozialismus. Daher habe die Aktion das Motto „Demokratie und Menschlichkeit kann man nicht mit Messern erstechen oder mit Pistolen aus der Welt schießen!“ Die Kritik des Künstlers richtet sich auch gegen die AfD. „Insbesondere die Hetze und Hasspropaganda der AfD bewirken in den sozialen und realen Netzwerken Desinformation, eine Umwertung der Werte und eine von jedweder Rechtsstaatlichkeit entbundene Moral“, erklärte der Bildhauer.

          Nach eigenen Angaben zieht Opolka seit drei Jahren mit seinen Wölfen durch Deutschland. Er erscheine immer dort, wo Menschenrechte und Demokratie gefährdet seien. Bislang war er an 15 Orten, so in München zum NSU-Prozess oder in Chemnitz nach den rechten Unruhen. Hinter den Aktionen stehe nur er, sagte Opolka: „Ich finanziere alles selber.“

          Lübcke war am 2. Juni in seinem Haus im Landkreis Kassel erschossen worden. Der Generalbundesanwalt geht von einem rechtsextremen Hintergrund aus. Der 45 Jahre alten Stephan E. hatte die Tat gestanden und dann sein Geständnis widerrufen.

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