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Kassel : Jüdische Gemeinde fordert Auflagen für Anti-Israel-Demos

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Gegen die Bombardierungen des Gaza-Streifen seitens Israels demonstrieren Menschen in vielen Städten - so auch in hessischen Orten. (Symbolfoto) Bild: AFP

Laut der Deutsch-Israelischen Gesellschaft haben Demonstranten bei Protesten gegen Israel antisemitische Parolen skandiert und den Hitlergruß gezeigt. Nun fordert die Jüdischen Gemeinde Auflagen für Demos.

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          Ein israelfreundliches Bündnis in Kassel hat klare Auflagen für Demonstrationen von Israel-Gegnern gefordert. Bei Sprache, Banner und Fahnen dürften Grenzen nicht überschritten werden, mahnte die Vorsitzende der Jüdischen Gemeinde, Ilana Katz, am Freitag. Zudem müssten antisemitische Straftaten konsequent verfolgt werden. „Die Polizei muss selber aktiv werden“, forderte sie.

          In Kassel war es in der vergangenen Woche bei Demonstrationen zum Krieg zwischen Israel und Palästina zu verbalen Auseinandersetzungen zwischen Israel-Gegnern und -Befürwortern gekommen. In der Innenstadt standen bis zu 2.500 Israel-Gegner etwa 90 Anhängern entgegen. Es blieb aber friedlich, auch seien keine Straftaten wie volksverhetzende, antisemitische Parolen verzeichnet worden, berichtete die Polizei.

          Dem widersprach der Vorsitzende der Deutsch-Israelischen Gesellschaft Kassel, Manfred Oelsen. Parolen wie „Scheiß Juden“ oder „Kindermörder Israel“ seien skandiert worden. Zudem hätten Demonstranten den Hitlergruß gezeigt, in sozialen Netzwerken sei das verbotene Hakenkreuz veröffentlicht worden. Mitglieder der Jüdischen Gemeinde hätten Angst gehabt, zum Gebet in die Synagoge zu gehen. „Alle wollen doch nur Frieden“, betonte Katz. Sie sei offen für einen Dialog mit Christen und Muslimen.

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