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Neue Erstaufnahmeeinrichtung : Kaserne in Rotenburg wird Flüchtlingsunterkunft

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Umwidmung: Auch im mittelhessischen Neustadt dient nun eine ehemalige Kaserne als Erstaufnahmeeinrichtung Bild: dpa

Um den Zustrom von Flüchtlingen zu bewältigen und die Ankömmlinge über Hessen zu verteilen, wird die Kaserne in Rotenburg zur Erstaufnahmeeinrichtung. Sie steht seit Abzug der Bundeswehr seit Jahren leer.

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          In Hessen entsteht eine weitere große Unterkunft für Flüchtlinge. Die bereits weitgehend leerstehende Bundeswehrkaserne im osthessischen Rotenburg an der Fulda werde als Erstaufnahmeeinrichtung genutzt, teilte das Sozialministerium in Wiesbaden mit. Im August sollen die ersten verfolgten Menschen dort einziehen.

          Laut Ministerium soll die Kaserne erst nur in Teilen für rund 600 Flüchtlinge verwendet werden. Von Februar an sei eine Vollbelegung mit etwa 900 Personen geplant. Bis dahin werden die letzten noch verbliebenen Soldaten ihren Standort wechseln.

          40.000 Flüchtlinge erwartet

          Das Land Hessen erwartet in diesem Jahr insgesamt 40.000 Flüchtlinge. Die Kapazitäten in der Erstaufnahmeeinrichtung Gießen reichen aber nicht. Deswegen wurde im Mai in Neustadt im Kreis Marburg-Biedenkopf eine Auffangstelle geschaffen. In Büdingen im Wetteraukreis soll eine weitere im Spätsommer folgen. Diese beiden Standorte bieten dann Platz für 1600 Menschen. „Wir beabsichtigen zudem, in der ehemaligen Bereitschaftspolizeikaserne Kassel-Niederzwehren weitere Plätze für Flüchtlinge zu schaffen“, sagte Hessens Sozial- und Integrationsminister Stefan Grüttner (CDU).

          Das Land einigte sich am Mittwoch bei einem Ortstermin in Rotenburg mit der Bundeswehr, die Kaserne vorzeitig nutzen zu können. Das 31 Hektar große Gelände war zwar erst vor wenigen Jahren für rund 40 Millionen Euro saniert worden. Dennoch hatte die Bundeswehr im Oktober 2011 die Schließung im Zuge von Reformvorhaben angekündigt.

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