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Aussagen zur Homosexualität : Kardinal Müller wirft Wucherpfennig Ketzerei vor

  • Aktualisiert am

Lehnt Wucherpfennigs Aussagen zur Homosexualität ab: Kardinal Gerhard Ludwig Müller Bild: dpa

Den Kampf gegen den Vatikan hat Ansgar Wucherpfennig gewonnen. Doch die Ablehnung in der Kirche gegen dessen Aussagen zur Homosexualität bleibt. Nun wird der Vorwurf der Ketzerei laut.

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          Der deutsche Kardinal Gerhard Ludwig Müller hat den als liberal geltenden Frankfurter Hochschulrektor Ansgar Wucherpfennig kritisiert und auch den Umgang des Papstes mit dem Fall moniert. „Die Position dieses Mannes (Wucherpfennig) zur Homosexualität widerspricht dem Wort Gottes in der Heiligen Schrift und ist im Kontext der verbindlichen Glaubens- und Sittenlehre der Kirche als häretisch zu qualifizieren“, sagte Müller in einem Interview mit der „Passauer Neuen Presse“.

          Der Fall Wucherpfennig hatte in Deutschland wochenlang für Empörung gesorgt: Wegen liberaler Äußerungen in einem Interview zu Homosexualität und Frauen in der Kirche hatte der Vatikan ihm die notwendige Lehrerlaubnis zunächst nicht ausgestellt. Letztlich bekam der Rektor der Jesuitenschule Sankt Georgen in Frankfurt dann aber doch die Unbedenklichkeitserklärung aus Rom.

          „Im Mainstream der „LGBT-Agenda“

          Wucherpfennigs Aussagen lägen „im Mainstream der „LGBT-Agenda“ von sich selbst so nennenden Lesben, Schwulen, Bisexuellen und Transgendern, die ich selbst so nie bezeichnen würde, und findet in einer verweltlichten Kirche ihre Anhänger“, so Müller. „Mit faulen Kompromissen untergräbt das Lehramt nur seine von Christus gegebene Autorität. Der Beifall von vermeintlich progressistischer Seite macht diesen Verfall der Autorität nicht wett.“

          Müller saß mehrere Jahre der mächtigen Glaubenskongregation des Vatikans vor, bevor Papst Franziskus im Juli 2017 sein Amt überraschend nicht verlängerte.

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