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Krebstherapie : Mit Tanzen zurück ins Leben finden

  • -Aktualisiert am

Schritt für Schritt: Das Tanzen verhilft wieder zu einem guten Körpergefühl. Bild: Privat

Ein Verein will Krebspatienten mit musikalischer Bewegungstherapie ihr Selbstbewusstsein zurückgeben. Doch wie hilft dieser Ansatz?

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          Jedes Jahr bekommen etwa 5600 Frankfurter erstmals eine Krebsdiagnose. Eine Nachricht, die vielen den Boden unter den Füßen wegreißt. Dieses Gefühl kennt auch Verena Hegenbarth. Sie erfährt vor drei Jahren, dass sie Krebs hat. Es ist das zweite Mal – die Krankheit ist zurückgekehrt. Dabei ist es nicht nur ihr Körper, der gegen den Krebs ankämpfen muss. Auf dem Weg zurück zu einem geordneten Leben kommen auch psychische Belastungen hinzu. Die Angst vor der Isolation, vor der eigenen Endlichkeit, vor der Zukunft. Geholfen hat ihr in dieser Zeit das Tanzen. „Dabei habe ich gemerkt, ich bin wieder ich, und alles geht wie von allein.“ Nur durch Zufall entdeckte die Architektin aus Frankfurt den Aushang für eine Tanztherapie. Heute möchte sie in ihrem Verein „Tanztherapie nach Krebs“ anderen Betroffenen zeigen, wie der Tanz den Körper wieder mit der Seele vereinen kann.

          Die vergleichsweise junge Therapieform hat ihren Weg vor etwa 20 Jahren nach Deutschland gefunden und zählt in der Psychoonkologie zu den „Künstlerischen Therapien“. Hier kann der Patient seine Gefühle durch tänzerische Bewegungen ausdrücken und soll sich auf diese Weise selbst wieder näherkommen. Durch den Krebs gehe „der Körper verloren und die Seele mit“, sagt Hegenbarth. Unter Anleitung einer Therapeutin bewegen sich die Teilnehmer zur Musik. Die meisten sind weiblich – Frauen hätten einen stärkeren Bezug zum Tanz, sagt die Architektin.

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