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Kriminalitätsstatistik 2016 : Weniger Wohnungseinbrüche

Wirksame Zusammenarbeit: Die Zahl der Einbrüche ist landesweit gesunken. Bild: dpa

Der konstante Anstieg der Einbrüche der vergangenen Jahre ist gestoppt. Das zeigt die Kriminalitätsstatistik 2016. Doch nicht alles in der Statistik klingt gut.

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          Polizeikontrollen an Autobahnen und Bundesstraßen, die noch dazu über Ländergrenzen hinweg koordiniert werden, sind nach Ansicht des rheinland-pfälzischen Innenministers, Roger Lewentz (SPD), ein wirksames und sinnvolles Mittel im Kampf gegen Einbrecherbanden. Bei der zwischen Bayern, Hessen, Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz abgestimmten Aktion seien mehr als 9000 Fahrzeuge und fast 15 000 Personen überprüft worden.

          Markus Schug

          Korrespondent der Rhein-Main-Zeitung in Mainz und für den Kreis Groß-Gerau.

          Das habe zu 32 Festnahmen und zur Sicherstellung von Granatenteilen und drei scharfen Schusswaffen inklusive Munition geführt, wie das Landeskriminalamt am Dienstag mitteilte. Tags zuvor konnte Lewentz bei der Vorstellung der Kriminalitätsstatistik 2016 von einem Rückgang der landesweit registrierten Wohnungseinbrüche im Vergleich zum Vorjahr um 5,3 Prozent auf 6744 Fälle berichten. Damit sei der „nahezu kontinuierliche Anstieg der vergangenen Jahre gestoppt worden“.

          Mehr Sachbeschädigungen und Körperverletzungen

          Wofür neben länderübergreifenden Kontrollen und der Arbeit der Abteilung Bandenkriminalität nicht zuletzt ein verbesserter Dialog mit den Bürgern verantwortlich sei. Dazu gehöre etwa die Aufforderung an die Bevölkerung, das Geschehen in der eigenen Nachbarschaft im Auge zu behalten und notfalls die Polizei zu rufen. Obwohl sich die Gesamtzahl der Straftaten um 0,4 Prozent auf 274.593 Fälle erhöht habe, sei Rheinland-Pfalz, wenn man die ausländerrechtlichen Verstöße, wie zum Beispiel fehlende Einreisedokumente, rund um das Aufenthalts- und Asylrecht herausnehme, nach wie vor eines der sichersten Bundesländer; dies bei einer abermals leicht verbesserten Aufklärungsquote von 64,9 Prozent (bundesweit 54,9 Prozent). Während im vergangenen Jahr weniger Eigentums- und Vermögensdelikte gemeldet worden seien, hat die Gewaltkriminalität aufs ganze Land gesehen laut Polizeistatistik um 4,7 Prozent auf 8381 Fälle zugenommen. Auch gab es 2016 mehr Morde und Vergewaltigungen.

          Die am Dienstag vorgelegten Zahlen für das große Teile von Rheinhessen abdeckende Polizeipräsidium Mainz und für die Stadt Mainz bestätigen, dass es zu weniger Wohnungseinbrüchen kam. Bei fast der Hälfte aller Fälle bleibe es ohnehin beim Versuch, weil der oder die Täter unverrichteter Dinge abziehen müssten. Derweil in der Region 2016 mehr als 61 000 Straftaten zu verfolgen waren, wurden in der Stadt ähnlich wie in den beiden Jahren zuvor gut 20 500 Fälle registriert.

          Die Aufklärungsquote lag in Mainz bei knapp 62 Prozent, auf den ganzen Präsidiumsbezirk gerechnet bei knapp 66 Prozent. Wie im Land gilt auch für Stadt und Region, dass es im vergangenen Jahr häufiger zu Sachbeschädigungen und Körperverletzungen kam. Nicht zuletzt sahen sich die Polizisten selbst des Öfteren den Angriffen von gewaltbereiten Tätern ausgesetzt, die Beamten beleidigten, attackierten und bisweilen auch verletzten.

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