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FAZ Plus Artikel Ein Gastwirt wehrt sich : Wenn das Netz zum Pranger wird

  • -Aktualisiert am

„Zappbar-Wirt“ Ralph Göllner erwartet vom Verfasser einer Google-Rezension eine Entschuldigung. Bild: Frank Röth

In einer Online-Rezension wird Ralph Göllner als rassistisch und homophob bezeichnet. Das will der Kneipenwirt nicht hinnehmen. Wie weit dürfen Gäste aber mit ihren Bewertungen gehen – und wie sollten Wirte reagieren?

          Wer ein Restaurant besuchen will, schaut vorher ins Internet – das ist mittlerweile gängige Praxis. Auf Portalen wie Google-Rezensionen, Yelp und Tripadvisor werden Lokale aller Art von Gästen bewertet. Für alle gilt: fünf Sterne top, null Sterne Flop. Daran hat sich auch Ralph Göllner gewöhnt. Aber jetzt hat der Besitzer der „Zappbar“ im Nordend genug: Eine Rezension seines Lokals auf Google ist ihm deutlich zu weit gegangen. Dass er dort als ausländerfeindlich und homophob bezeichnet wird, will der Kneipenwirt nicht auf sich sitzenlassen.

          Vor einer Woche hat er ein „Kopfgeld“ auf den anonymen Verfasser ausgesetzt, um dessen Namen zu ermitteln und ihn wegen Verleumdung anzuzeigen. Eine Verzweiflungstat, die viel Zustimmung erhalten, aber auch negative Reaktionen hervorgerufen hat. Und eine, die Fragen aufwirft: Wie fair sind Online-Rezensionen? Wie sollten Gastronomen darauf reagieren? Und wie auf keinen Fall?

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          Hygiene in Hessens Restaurants

          Ranziges Fett, vergammelte Spülecken, auf dem Boden Küchenschaben: Hessens Bürger schauen im deutschlandweiten Vergleich besonders genau hin, wie es mit der Hygiene in ihren Restaurants und Gaststätten aussieht. Wie die Verbraucherorganisation foodwatch am Mittwoch in Berlin mitteilte, gingen bei der Online-Plattform „Topf Secret“ seit ihrem Start im Januar mehr als 2500 Anfragen zu den Ergebnissen der hessischen Lebensmittelkontrolleure ein. Auf 100.000 Einwohner hochgerechnet, sind dies 41 Anfragen – deutschlandweit sind es lediglich 31 Anfragen pro 100.000 Einwohner.

          Das gemeinsame Portal von foodwatch und der Transparenzinitiative „Frag den Staat“ ermöglicht es, bei den Behörden gezielt nach den amtlichen Kontrollergebnissen von Restaurants, Supermärkten oder Kiosks zu fragen. Die Antworten sollen dann in einer Karte veröffentlicht werden und für jeden einsehbar sein. Nach Darstellung der Initiatoren gaben die zuständigen Ämter in Hessen - im Gegensatz zu anderen Bundesländern - die Informationen größtenteils heraus. Das Land betreibt mit seinem „Verbraucherfenster Hessen“ aber ohnehin eine eigene Internet-Seite, über die es über Hygienemängel in Betrieben informiert.

          Nach Einschätzung der Initiative „Frag den Staat“ haben Bürger einen gesetzlichen Anspruch auf die Hygiene-Kontrollergebnisse. Dennoch klagen zahlreiche Lebensmittelbetriebe gegen Behörden, die solche Ergebnisse veröffentlichten. In Deutschland liegt die offizielle Beanstandungsquote in Sachen Hygiene bei rund 25 Prozent. (dpa)