https://www.faz.net/aktuell/rhein-main/kaminholz-wird-zur-mangelware-viele-haendler-sind-ausverkauft-18121222.html

Buche und Birke knapp : Kaminholz wird zur Mangelware

  • -Aktualisiert am

Seltener Anblick: Kaminholz ist zur Zeit bei den Händlern kaum zu bekommen. Bild: Wolfgang Eilmes

Teure Energie und Angst vor einem Gas-Embargo sorgen für extreme Nachfrage nach Brennholz. Viele Händler sind ausverkauft. Und: „Ich habe das Gefühl, die Verknappung wird künstlich herbeigeführt“, sagt einer von ihnen.

          3 Min.

          Rasant steigende Preise für Gas und Öl sowie die Angst vor dem kompletten Ausfall der russischen Gaslieferungen haben die Nachfrage nach abgelagertem und trockenem Brennholz im Rhein-Main-Gebiet explodieren lassen. Wer jetzt noch kein Kaminholz für den nächsten Winter bestellt oder gekauft hat, könnte leer ausgehen. Die Händler sind ratlos. Viele nehmen keine Neukunden mehr an, um wenigstens ihre Stammkunden beliefern zu können. Einige haben den Verkauf ganz eingestellt, und manche Händler monieren, dass sie von Hessenforst nicht ausreichend Holz kaufen können. Ihre Prognose: Es wird in absehbarer Zeit nicht besser.

          „So eine Situation habe ich noch nicht erlebt.“ Peter Willner ist Brennholzhändler in Nidda und steht vor der Herausforderung, wenigstens seinen Stammkunden noch Holz liefern zu können. „Neue Kunden nehme ich kaum noch an, und wenn, dann weise ich sie darauf hin, dass die Lieferzeit bis zu 15 Wochen beträgt und ich die Lieferung auch nicht mehr garantieren kann“, sagt er. Die Nachfrage nach Kaminholz sei in einem solchen Ausmaß gestiegen, dass er den Bedarf einfach nicht mehr decken könne.

          Testen Sie unser Angebot.
          Jetzt weiterlesen.
          Testen Sie unsere Angebote.
          F.A.Z. PLUS:

            FAZ.NET komplett

          Diese und viele weitere Artikel lesen Sie mit F+
          Russische Rekruten vor einem Rekrutierungsbüro in der Stadt Krasnodar

          Mobilmachung in Russland : „Unsere Kinder sind kein Dünger!“

          In den Regionen macht sich Unmut über die Massenmobilisierung breit. Im Gebiet Irkutsk wird auf einen Wehrkommissar geschossen, in Dagestan gibt es Proteste. Eine Viertelmillion Russen soll das Land schon verlassen haben.
          Droht dem Westen: Der russische Präsident Wladimir Putin am 21. September 2022

          Putins neue Drohungen : Szenarien für den nuklearen Ernstfall

          Putin hat schon früher mit dem Einsatz von Atomwaffen gedroht. Diesmal sagt er, er bluffe nicht. Washington hat dafür Szenarien ausgearbeitet und Moskau gewarnt.