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1000 Mitarbeiter betroffen : K+S setzt Produktion wegen zu wenig Regens aus

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Warten auf Regen: In Hessen müssen 650 Beschäftigte in Kurzarbeit gehen, auch am Standort Hattorf in Philippsthal gibt es weniger Arbeit zu erledigen. Bild: dpa

Kaum Regen zwingt den Kali-Konzern K+S an der Werra, die Produktion in einigen Werken temporär einzustellen. Die Auswirkungen spüren rund 1000 Mitarbeiter.

          Der Kali-Produzent K+S setzt seine Produktion an den Standorten Hattorf (Hessen) und Unterbreizbach (Thüringen) ab dem 1. April vorübergehend aus. Wegen fehlender Niederschläge und einem zu niedrigen Wasserstand der Werra darf K+S weniger Abwasser in den Fluss leiten, damit die Salzkonzentration nicht übermäßig steigt. Betroffen seien 650 Mitarbeiter an den hessischen Standorten Hattorf und der Grube Hattorf-Wintershall sowie etwa 300 Mitarbeiter an den thüringischen Standorten Unterbreizbach und Merkers, wie der Kasseler MDAX-Konzern am Dienstag mitteilte. Für die knapp 1000 Mitarbeiter werde Kurzarbeit in Anspruch genommen. Am Standort Wintershall kann die Produktion laut Unternehmen zunächst fortgesetzt werden.

          Wann die Produktion wieder aufgenommen werde, hänge vom Regen ab, sagte ein K+S-Sprecher. „Wir hoffen auf stärkere Niederschläge.“ Wie hoch die finanziellen Ausfälle seien, ließe sich derzeit noch nicht beziffern.

          K+S will weiter Abwasser in Gestein versenken

          K+S darf derzeit wegen einer Übergangserlaubnis nur sehr begrenzt und bis Ende des Jahres Salzabwasser in tiefe Gesteinsschichten versenken. Die Entsorgung muss seitdem eng an der Wasserführung der Werra ausgerichtet werden. Über die Verlängerung der Versenkgenehmigung bis 2021 will das Regierungspräsidium Kassel in den nächsten Monaten entscheiden, K+S erwartet die Entscheidung im Sommer. Dieser Entsorgungsweg werde „dringend benötigt“, teilte das Unternehmen mit.

          Es sei für das Werk Werra „sehr wichtig, so schnell wie möglich eine ausreichend dimensionierte Versenkgenehmigung zu erhalten“, sagte der Geschäftsführer der K+S KALI GmbH, Rainer Gerling. K+S unterstütze „mit allen uns zur Verfügung stehenden Mitteln die Arbeiten der Behörde zur abschließenden Prüfung unseres Versenkantrages, um schnellstmöglich wieder ausreichende Entsorgungsmöglichkeiten zu erhalten“.

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