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Lebensgefährlicher Angriff : Urteil gegen jugendlichen Messerstecher

  • Aktualisiert am

Blutige Messerattacke: In Darmstadt fiel das Urteil gegen einen jungen Afghanen. Bild: dpa

Eine Jugendliche will die Beziehung zu einem jungen Mann beenden. Doch dieser sticht sie beim Abschied brutal nieder. Nun fiel das Urteil wegen versuchten Mordes.

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          Nach dem lebensgefährlichen Messerangriff auf ein 17 Jahre altes marokkanisches Mädchen in Darmstadt ist ein junger Mann zu sieben Jahren Haft verurteilt worden. Das Landgericht in Darmstadt sah es am Freitag als erwiesen an, dass der Täter das Mädchen kurz vor Heiligabend 2017 mit einem Messer attackiert und schwer verletzt hat. Auslöser des blutigen Angriffs war die Entscheidung des Mädchens, die freundschaftliche Beziehung zum Täter zu beenden. Während eines abschließenden Treffens stach der Jugendliche bei einer Umarmung unvermittelt auf sein Opfer ein, mit Absicht seine frühere Freundin zu töten.

          Das Urteil erging deswegen wegen versuchten Mordes in Tateinheit mit schwerer Körperverletzung. Das Mädchen konnte nur mit einer Notoperation gerettet werden. Sie erlitt mehrere Verletzungen, darunter einen sieben Zentimeter tiefen Stich am Brustkorb. Der Angreifer flüchtete vom Tatort, konnte aber kurz darauf festgenommen werden. Bei dem Verurteilten handelt es sich um einen Afghanen, der 2015 als minderjähriger unbegleiteter Flüchtling nach Deutschland kam. Sein genaues Alter ist unklar. Das Gericht geht davon aus, dass er 17 Jahre alt ist, daher wurde er zu einer Jugendstrafe verurteilt. Der Prozess fand unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt.

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