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Gefährdete Kinder : Jugendämter immer häufiger im Einsatz

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Gefährdete Kinder: Jugendämter müssen immer mehr Fällen nachgehen. Bild: dpa

Hessische Jugendämter müssen immer häufiger Gefährdung von Kindern überprüfen. Misshandlungen seien dabei aber nicht häufigste Ursache.

          Mitarbeiter der hessischen Jugendämter wurden im vergangenen Jahr häufiger alarmiert, um eine Gefährdung von Kindern in der Familie zu überprüfen. In knapp 10.800 Fällen waren die Experten im Einsatz, wie das Statistische Landesamt am Donnerstag in Wiesbaden mitteilte. Das ist ein Anstieg um neun Prozent im Jahresvergleich.

          Die Initiative für die Gefährdungseinschätzung sei in der Mehrzahl durch die Polizei, ein Gericht oder die Staatsanwaltschaft erfolgt. Die Hinweise kämen aber auch von Nachbarn, Schulen, Ärzten oder über anonyme Anzeigen. Die Hälfte der betroffenen Kinder sei unter sieben Jahren alt gewesen, erklärte die Behörde. Oft lebten die Kinder bei einem alleinerziehenden Elternteil oder bei einem Elternteil mit einem neuen Partner.

          Vernachlässigung von Kindern

          In rund einem Drittel der Fälle sei das Kindeswohl teils oder auch stark gefährdet gewesen, teilte das Landesamt weiter mit. Die Vernachlässigung der Kinder sei der häufigste Grund dafür gewesen. Dazu kämen psychische und körperliche Misshandlungen.

          Bei einer akuten oder latenten Gefährdung des Kindeswohls erfolgten immer Maßnahmen des Jugendamtes, erklärte eine Sprecherin des Statistischen Landesamtes. Es könne dann sogar dazu kommen, dass das Kind aus der Familie genommen werde. Intensive Erziehungsberatungen zählten aber auch zu den Maßnahmen.

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