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Grube Messel bei Darmstadt : Ein Spinnenfund zum Jubiläum

Besonderheit mit acht Beinen: das Fossil einer rund 20 Millimeter großen Spinne in der Grube Messel Bild: dpa

Vor 25 Jahren wurde die Grube Messel bei Darmstadt zur Weltnaturerbestätte erklärt. Heute geben ihre Funde immer wichtigere Aufschlüsse über die Veränderung des Ökosystems vor 48 Millionen Jahren.

          3 Min.

          Sie ist nur 20 Millimeter groß und nur zum Teil erhalten geblieben. Dennoch gilt „Lutetiana neli“ als ein besonderer Fund. Seit in der Weltnaturerbestätte Grube Messel bei Darmstadt Grabungen stattfinden, wurde schon vieles zutage gefördert, zum Beispiel Ameisenbären, ein „Urtapir“ oder die längst weltberühmten Urpferdchen. Diesen Monat aber präsentierte der Kustos für Naturgeschichte, Torsten Wappler, als Beispiel für das erfolgreiche Grabungsjahr 2019 des Hessischen Landesmuseums nicht ein Pferde- oder Krokodil-Skelett, sondern ein vergleichsweise unscheinbares Tier der Gattung Lutetia. Wenn die bisherigen Schlussfolgerungen stimmen, dann handelt es sich dabei um den ersten Fund einer Gebirgstrichterspinne in Südhessen.

          Rainer Hein

          Korrespondent der Rhein-Main-Zeitung in Darmstadt.

          Die Präsentation eines kleinen Gliederfüßers ist in vielerlei Hinsicht sprechend. Die Fossilienlagerstätte Grube Messel wurde 1995 als erste Weltnaturerbestätte Deutschlands in die Unesco-Welterbeliste aufgenommen. In diesem Jahr wird also Jubiläum gefeiert. Geschäftsführerin Marie-Luise Frey ergeht es jedoch so wie ihrem Kollegen Martin Faass, dem Direktor des Hessischen Landesmuseums. Ihr Haus, sprich das Besucherzentrum „Zeit und Messel Welten“, ist wegen der Pandemie zunächst bis zum 19. April geschlossen. Gebuchte Touren wurden bis Mitte Mai abgesagt. Und die geplante Sonderausstellung zu den Urpferdchen ist aufs nächste Jahr verschoben.

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