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Motiviert für 1.Mai-Radrennen : John Degenkolb hat „noch eine Rechnung offen“

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Konnte schon mal am Ende der Rundfahrt um den Finanzplatz Eschborn-Frankfurt jubeln: John Degenkolb 2011 Bild: Michael Kretzer

John Degenkolb hat sich mit seinen Siegen bei Mailand–San Remo und Paris–Roubaix „unsterblich“ im Lager der Radsportler gemacht. Der Frankfurter will am 1. Mai wieder in der neuen Heimat triumphieren.

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          John Degenkolb ist nicht satt nach den grandiosen Siegen bei den Klassikern Mailand–San Remo und Paris–Roubaix. Ein Erfolg beim Heimrennen „Rund um den Finanzplatz Eschborn-Frankfurt“ am 1. Mai soll das Frühjahr triumphal abrunden und die Vorbereitung auf die Tour de France einläuten. Ein Etappensieg bei der Frankreich-Rundfahrt fehlt ihm noch in der Erfolgsbilanz. „Der 1. Mai ist ein sehr wichtiges Datum für mich, ich wohne schließlich nicht weit entfernt von der Ziellinie am Opernplatz. Alle Verwandte und Freunde sind da“, sagte der gebürtige Geraer, der längst in der Mainmetropole heimisch geworden ist.

          Motivation für die Quälerei über 206 Kilometer zieht der 26 Jahre alte Sportler besonders aus dem Rennen im letzten Jahr, als er sich auf der Zielgeraden dem Norweger Alexander Kristoff vom Team Katusha geschlagen geben musste. „Ich hab noch eine Rechnung offen“, sagte Degenkolb am Montag bei einer Pressekonferenz in Frankfurt. Er sieht den bereits elfmal in der Saison siegreichen Norweger als ersten Sieganwärter. „Für mich ist er der Favorit“, meinte der Radprofi. Bei Mailand–San Remo aber besiegte er Kristoff ebenso wie zuletzt bei Paris–Roubaix.

          Die Stars des Rennens schätzen sich. „Er ist ein feiner Kerl, vom Typ her sind wir ähnlich“, sagte Degenkolb. Den selben Namensgeschmack haben sie auch. Die Söhne der jungen Väter heißen beide Leon. Degenkolb genehmigte sich nach Paris–Roubaix ein paar freie Tage, ist aber am Montag in die Vorbereitung eingestiegen. Seine Streckenkenntnisse sind beim Team am Renntag gefragt. Er ist dann eine Art Reiseführer.

          21 Mannschaften - darunter vier World-Tour-Teams - mit je acht Fahrern nehmen am „Tag der Arbeit“ die 206 Kilometer lange Taunusschleife in Angriff. Gleich viermal müssen die Radsportler den gefürchteten „Scharfrichter“ Mammolshainer Berg erklimmen. „Ich bin am Berg einen Tick stärker“, erklärte Degenkolb und hofft auf einen kleinen Vorteil gegenüber Kristoff. Der 26 Jahre alte Sportle setzt auch auf ein starkes Team. „Wir sind wesentlich stärker. Ich bin mit der Auswahl sehr zufrieden.“

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