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Gefahr der Rückkehrer : Die Dschihadisten melden sich zurück

Ein mutmaßlicher IS-Rückkehrer muss sich vor einem deutschen Gericht verantworten. Bild: dpa

Nach der Niederlage des „Islamischen Staats“ in Syrien und im Irak kehren Anhänger der Terrormiliz auch nach Hessen heim. Andere wollen, dass Deutschland sie zurückholt. Wie gefährlich sind sie?

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          Wiesbaden. Seit März gilt die Terrororganisation „Islamischer Staat“ (IS) in ihren ehemaligen Stammgebieten als militärisch besiegt. Nach Auskunft des Innenministeriums waren in den vergangenen Jahren rund 150 Männer und Frauen aus Hessen in diese Regionen gereist, um für den IS oder ähnliche Gruppierungen zu kämpfen. Etwa jeder Vierte ist inzwischen zurückgekehrt, von etwa 20 dieser Personen wissen die Sicherheitsbehörden, dass sie sich an Kämpfen beteiligt haben oder zumindest dafür ausgebildet wurden. Etwa 40 aus Hessen stammende Islamisten sind in Syrien oder im Irak ums Leben gekommen.

          Helmut Schwan

          Ressortleiter des Regionalteils der Frankfurter Allgemeinen Zeitung.

          Was von den Rückkehrern zu erwarten oder zu befürchten ist, ob sie als Gefährder einzuschätzen sind, die Anschläge verüben könnten und deswegen rund um die Uhr observiert werden müssen, das ist in jedem einzelnen Fall aufwendig zu überprüfen. Dazu werden Informationen eigener und ausländischer Nachrichtendienste ausgewertet. Noch schwieriger zu entscheiden ist, ob ihnen hier der Prozess wegen Mitgliedschaft in einer ausländischen terroristischen Vereinigung gemacht werden soll oder sogar wegen in Syrien oder im Irak verübter Verbrechen. In vielen Fällen fehle es an Beweisen, heißt es.

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