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IS-Prozess in Frankfurt : Zweifel an Reue des Angeklagten

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Auf die Frage, ob Kopfabhacken gut ist, antwortet der Angeklagte Kreshnik B.: „Kommt darauf an für welche Sünde.“ Bild: dpa

Die Richter zweifeln an der Reue des Angeklagten im ersten deutschen IS-Prozess in Frankfurt. Fraglich ist zudem, ob für Kreshnik B. Jugend- oder Erwachsenenstrafrecht gilt.

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          Im ersten deutschen Prozess gegen einen mutmaßlichen IS-Teroristen haben die Richter und die Jugendgerichtshilfe am Freitag Zweifel an der Reue des Angeklagten geäußert. Vor dem Oberlandesgericht Frankfurt hieß es im Bericht der Jugendgerichtshelferin, es sei in zwei Gesprächen mit dem 20-Jährigen unklar geblieben, ob er im Dezember vergangenen Jahres „nicht nur körperlich sondern auch geistig und gedanklich“ aus Syrien in die Bundesrepublik zurückgekehrt sei.

          Der Vorsitzende Richter Thomas Sagebiel hatte zuvor nochmals versucht, die heutige Auffassung des Angeklagten zu erkunden. „Ist Kopfabhacken gut?“, fragte der Richter. „Kommt darauf an für welche Sünde“, lautete die Antwort.

          Entwicklung mit Reifedefizite

          Die Jugendgerichtshelferin berichtete, der Angeklagte habe nach zwei Gesprächen den Kontakt abgebrochen. Deshalb könne sie keine abschließende Einschätzung abgeben, ob für ihn Jugend- oder Erwachsenenstrafrecht gelten müsse. Sie berichtete von Reifedefiziten.

          Dem Schüler wird die Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung im Ausland sowie die Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Straftat im Ausland zur Last gelegt.

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