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Hessische Unternehmen in Iran : Auf Umwegen zum Geschäft mit der Islamischen Republik

International: Stephan Welp (2. v. l.) würde mit seiner Firma Microbox gerne weiter in Iran Geschäfte machen. Bild: Rainer Wohlfahrt

Die Drohgebärden von Donald Trump gegen Iran haben auch für hessische Unternehmen negative Folgen. Doch nicht jeder Mittelständler will sich die Amerikaner beugen.

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          Stephan Welp zeigt gern ein breites, sympathisches Lachen. Es steht sinnbildlich für sein ganzes Wesen: Der Bad Nauheimer Unternehmer begegnet seinen Gesprächspartnern stets äußerst offen und hat zudem nur wenig Berührungsängste. Auf diese Art und Weise hat der geschäftsführende Gesellschafter der Microbox GmbH schon Geschäfte mit Iran machen können. Seine Firma stellt Hochleistungs-Scanner her. Sie stehen in 2300 Bibliotheken verschiedener Länder – unter anderem in der Nationalbibliothek in Teheran. Der hochaufgeschossene Hesse möchte auch in Zukunft dort seine Produkte verkaufen.

          Daniel Schleidt
          Stellvertretender Koordinator der Wirtschaftsredaktion in der Rhein-Main-Zeitung.
          Thorsten Winter
          Wirtschaftsredakteur und Internetkoordinator in der Rhein-Main-Zeitung.

          Nicht nur er spürt derzeit die Folgen des politischen Gepolters von Donald Trump. Nie dagewesene Sanktionen werde es gegen Iran geben, tönt es aus der Vereinigten Staaten. Nach der Entscheidung aus dem Weißen Haus, aus dem zuvor unterzeichneten Atomabkommen mit Iran auszusteigen, sind hessische Unternehmen verunsichert. Viele Betriebe stellen sich nun die Frage, welche Folgen das für den Handel und damit auf ihre Geschäftszahlen haben wird.

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