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Frankfurt : Internetknoten De-Cix will im Ausland wachsen

Gründungsvater: Arnold Nipper ist ein Mann der ersten Stunde beim Internetknoten-Betreiber De-Cix in Frankfurt Bild: Lucas Wahl

Er ist in Frankfurt zu Hause und der größte Internetknoten auf der Welt. 20 Jahre nach seiner Gründung will der De-Cix vor allem im Ausland weiter wachsen, wie Mitgründer Arnold Nipper sagt.

          In nur 20 Jahren hat sich der De-Cix in Frankfurt aus einer Kooperation dreier junger Internetunternehmen zum größten Austauschknoten der Welt entwickelt. Mehr als 700 internationale Netzbetreiber zählt die hinter dem De-Cix stehende Gesellschaft derzeit, die Marke ist mittlerweile an fünf Standorten im Ausland vertreten. Doch ihr Expansionshunger ist noch nicht gestillt. Das Management sucht nach weiteren Städten in der Welt, um das eigene Geschäftsmodell weiter zu verbreiten. Dies sagte Arnold Nipper, Mitbegründer des De-Cix und als Chief Operations Officer für das Tagesgeschäft zuständig, dieser Zeitung: „Sicher wollen wir international auch weiter wachsen.“

          Thorsten Winter

          Wirtschaftsredakteur und Internetkoordinator in der Rhein-Main-Zeitung.

          Welche Orte die De-Cix Management GmbH als Knotenbetreiber im Blick hat, behält er einstweilen für sich. „Aber der asiatisch-pazifische Raum ist sicher eine Gegend, in der wir uns umschauen.“ Binnen fünf Jahren könnten zehn weitere Standorte hinzu kommen. Derzeit betreibt De-Cix außer dem 80 Mitarbeiter zählenden Frankfurter Internetknoten kleinere Austauschpunkte in München und Hamburg. Im Ausland ist das Unternehmen seit einiger Zeit schon in den Vereinigten Arabischen Emiraten und in New York vertreten. Zuletzt hat es Niederlassungen in Marseille, Palermo und Istanbul eröffnet. Nächstes Jahr wird Dallas als sechster Auslandsstandort hinzukommen.

          Professionalisierung des Internets

          Der Netzknotenbetreiber will die Standortvorteile der südfranzösischen Metropole und der Stadt auf Sizilien nutzen. In beiden Städten landen demnach Seekabel aus dem östlichen und dem westlichen Afrika an, die durch den Suezkanal und vorbei an Gibraltar geführt werden. De-Cix plant, mit seinem Angebot dem Mangel an Rechenzentren, die nicht zu bestimmten Telekommunikationsgesellschaften gehören, zu begegnen. Der Netzknoten-Betreiber sieht Marseille und Palermo als Drehkreuze für den Datenverkehr aus Staaten wie Algerien und Libyen. Die Expansion in der Türkei begründet die Gesellschaft mit den enorm gestiegenen Bedarf, die in Istanbul eintreffenden Netzverkehrsströme zu verbinden.

          Früher als die Konkurrenten Linx in London und Amsix Amsterdam auf internationale Expansion gesetzt zu haben zählt Nipper zu den Vorteilen des De-Cix im Wettbewerb um die Spitzenposition unter den Netzknoten-Betreibern. „Was Kommerzialisierung und Professionalisierung des Knotens angeht, haben unser Geschäftsführer Harald Summa und ich sicher frühere andere Ideen gehabt als die Betreiber von Amsix und Linx“, sagt er.

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