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Schnelles Internet : Werben für Glasfaser bis in das Haus

  • -Aktualisiert am

Der Stoff für schnelles Internet: Glasfaserkabel Bild: dpa

Mitten in Deutschland haben sich Kommunen und ein Unternehmen zusammengetan, um Glasfaserkabel zu verlegen. Dafür werben sie nun bei den Bürgern. Das hat einen Grund.

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          Mitte Juli endet die Vermarktungsphase für das geplante Glasfasernetz in den Münzenberg, Rockenberg und Wölfersheim. Bis dahin haben Privathaushalte und Gewerbetreibende noch die Chance, sich einen unentgeltlichen Glasfaser-Hausanschluss zu sichern. Seit dem 1. April dieses Jahres bietet die Unternehmensgruppe GVG Glasfaser den Bau eines reinen Glasfasernetzes in den drei Kommunen an. „Rund 10.000 Haushalte und Unternehmen sind nun aufgerufen, sich zügig zu entscheiden“, werben die Kommunen. Für alle, die sich später entschließen, fielen Planungs- und Baukosten an.

          „Wir sind auf einem sehr guten Weg und gehen davon aus, die notwendige Ausbauquote mithilfe der Bürger zu erreichen“, war aus dem Wölfersheimer Rathaus zu erfahren. Zwar könne das Projekt noch scheitern, aber das ausführende Unternehmen sei anhand der aktuellen Zahlen optimistisch, dass sich genügend Haushalte finden.

          Weder Planungs- noch Abschlusskosten zu zahlen

          Aus Wölfersheim heißt es auch, dass alle Haushalte, die sich für einen Glasfaseranschluss entscheiden, weder Planungskosten noch die Auslagen zur Herstellung des Glasfaseranschlusses tragen müssen. Außerdem übernehme die GVG die Kosten für die Tiefbauarbeiten von der Grundstücksgrenze an, sollte diese nicht weiter als 15 Meter von der Gebäudefront entfernt sein. Glasfaser könne zudem in nahezu allen Fällen unterirdisch verlegt werden. In Wölfersheim selbst, so ist geplant, sollen alle Immobilien der Gemeinde, also Bürgerhäuser, Sporthallen, Kindergärten, Wohnimmobilien und ähnliches an das Glasfaser-Netz angeschlossen werden.

          Am Ende müssen sich insgesamt 40 Prozent der Haushalte über alle drei Kommunen für einen Hausanschluss entscheiden, damit der Ausbau wirtschaftlich sei. Wie viele Bürger bereits unterschrieben haben, war von der GVG nicht zu erfahren. Von der Pressestelle heißt es: „Erfahrungsgemäß schließen wir in diesem finalen Stadium des Projekts besonders viele Verträge ab.“ Das sehe man auch bei den Kommunen in der Wetterau. Nach Ende der Vermarktung falle für einen Anschluss eine Planungspauschale in Höhe von 350 Euro an.

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