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Integration durch Sport : Kurdisch nur dem Namen nach

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Yilmaz Yüksek spielt beim FC Serkevtin Spor auch mit Deutschen Bild: Wolfgang Eilmes

Serkevtin bedeutet Sieg und ist kurdisch. Doch die Kurden sind unter den Fußballspielern des Frankfurter Vereins FC Serkevtin Spor längst in der Minderheit. Im grünen Trikot der Mannschaft laufen sonntags genauso Türken, Deutsche, ein Ghanaer und ein Bulgare auf den Platz.

          Serkevtin bedeutet Sieg und ist kurdisch. Doch die Kurden sind unter den Fußballspielern des Frankfurter Vereins FC Serkevtin Spor längst in der Minderheit. Im grünen Trikot der Mannschaft laufen sonntags genauso Türken, Deutsche, ein Ghanaer und ein Bulgare auf den Platz. „Wir sind Frankfurter“, sagt Haci Hacioglu, der lange Vorsitzender des Clubs war und auch als Schiedsrichter arbeitet.

          Ein ausländischer Verein sei Serkevtin Spor allenfalls noch dem Namen nach. Mit dem sportlichen Erfolg der 40 aktiven Spieler ist Hacioglu zufrieden, wie er sagt. Platz acht in der Kreisliga B könne sich für eine Hobbymannschaft durchaus sehen lassen, meint der Sprecher des Vereins. Nur acht Punkte fehlten zum dritten Platz in der Tabelle, fügt Spieler Yilmaz Yüksek hinzu. In der Liga habe allerdings das Spiel so mancher Mannschaft nur wenig mit Fußball zu tun.

          Fußballer vieler Nationalitäten beim FC Serkevtin

          Vor allem solle der Sport Spaß machen, meint Hacioglu, der noch von den ersten Jahren des Vereins berichten kann. Von 1988 an hätten sich einige in Frankfurt lebende Kurden immer wieder zum Kicken auf Bolzplätzen getroffen, erinnert er sich. Ein Verein mit Eintrag im Vereinsregister, mit Vorstand und Jahreshauptversammlung sei Serkevtin Spor erst 1992 geworden. Inzwischen kämen die Spieler aus dem ganzen Rhein-Main-Gebiet.

          Von der Stadt Frankfurt fühlt sich der Verein derzeit allerdings im Stich gelassen: Die Genehmigung für ein Container-Vereinsheim am Platz in Sachsenhausen wünschen sich Hacioglu und seine Kameraden schon seit langem vergeblich. Spieler Yüksek möchte außerdem einen Kunstrasenplatz - andere Frankfurter Vereine hätten den schließlich auch längst, sagt er.

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