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Integration durch Sport : Kicken für Bolzplätze in Ostafrika

  • Aktualisiert am

Senay Michael hält auf dem Sportplatz den Kontakt zu Eritreern Bild:

Rund 5000 Kilometer von ihrer Heimat entfernt, spielen die Fußballer des SV Eritrea in der Frankfurter Kreisliga B auch für die Jugend in Ostafrika. Der Club sei nicht nur ein Sportverein, sagt Vorstandsmitglied Edom Ukbasghi.

          Rund 5000 Kilometer von ihrer Heimat entfernt, spielen die Fußballer des SV Eritrea in der Frankfurter Kreisliga B auch für die Jugend in Ostafrika. Der Club sei nicht nur ein Sportverein, sagt Vorstandsmitglied Edom Ukbasghi. Den rund 70 Mitgliedern gehe es nämlich auch darum, soziale Verantwortung zu zeigen.

          Für Bolzplätze in Eritrea haben die Fußballer beispielsweise als Teilnehmer des Frankfurt Marathons Spenden gesammelt. Aber auch junge Landsleute in Frankfurt wollen sie unterstützen: Für jugendliche Sportler übernimmt der Club gelegentlich die Hallenmiete.

          SV Eritrea will soziale Verantwortung beweisen

          In einer gemeinsamen Mannschaft Fußball zu spielen bringe ein bisschen Heimatgefühl nach Deutschland, meint Vereinsmitglied Amanuel Abraha. Den Afrikanern sei es wichtig, den Kontakt zur Heimat und zu anderen Eritreern in Europa zu halten. Im Sommer laden sich die eritreischen Fußballclubs deshalb gegenseitig zu Turnieren ein. Im Jahr 2005 waren die Frankfurter sogar bei einem Club im amerikanischen Bundesstaat Minnesota zu Gast. Beim Turnier mit eritreischen Mannschaften aus aller Welt hätten es die Spieler des SV Eritrea Frankfurt dort bis in das Achtelfinale geschafft, berichtet Ukbasghi.

          Doch auch in der Kreisliga B fühlen sich die Spieler des vor gut 20 Jahren gegründeten Vereins wohl, wie Ukbasghi sagt. Der Aufstieg sei schon wegen der damit verbundenen Mehrarbeit für die Ehrenamtlichen bisher kein Thema gewesen. Ambitionen, die A-Klasse zu erreichen, gebe es erst seit kurzem. „Um den Verein für junge Spieler attraktiver zu machen“, sagt Speditionskaufmann Ukbasghi. Er will damit auch junge Deutsche für den Verein interessieren.

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