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Installation „Jukebox“ : Musik aus Thomas Meineckes Romanen

In diesen Büchern erwähnte Songs finden sich in einer Installation in Frankfurt wieder Bild: Lisowski, Philip

Lust auf „La vie en rose“ in der Version von Grace Jones, aber das vergessene Smartphone liegt bei der Arbeit auf dem Schreibtisch? Die Lösung für solche Probleme gibt es im „Fenster zur Stadt“.

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          Lust auf „La vie en rose“ in der Version von Grace Jones, aber das vergessene Smartphone liegt bei der Arbeit auf dem Schreibtisch? Sehnsucht nach Velvet Underground in der Mittagspause? Kaffeedurst, der sich unter der musikalischen Berieselungsanlage bei Starbucks nicht stillen lässt? Die Lösung für diese Probleme gibt es im „Fenster zur Stadt“, dem Veranstaltungsraum des Börsenvereinsrestaurants „Margarete“ an der Frankfurter Braubachstraße. Dort ist die Musik zu hören, die in den Romanen von Thomas Meinecke gemacht wird.

          Florian Balke

          Kulturredakteur in der Rhein-Main-Zeitung.

          Für „Jukebox“, die erste Ausstellung des „Fensters zur Stadt“, hat Wolfgang Schopf, Archivar der Goethe-Universität und Leiter des Veranstaltungsteams, die Cover der Alben, von denen in Meineckes Büchern die Rede ist, vergrößert an die Wand des Raums gebracht. Daneben steht auf einem Tisch ein Technics-Plattenspieler, den Max Wolf und Marcus Bader in ein digitales Abspielgerät verwandelt haben. Zur Verfügung gestellt hat ihn das Frankfurter Node Forum for Digital Arts, er stammt aus Wolfs und Baders Serie „Bootleg Objects“ von 2003, ein zweites Kunstwerk der Reihe gehört dem Centre Pompidou.

          Schopf hat in Meineckes Romanen, von „Hellblau“ bis „Lookalikes“, einige der Stellen angestrichen, an denen Platten erwähnt werden, und Lesezeichen in die bereitgestellten Exemplare der Bücher geklebt, in denen man sich beim Musikhören festlesen kann. Meinecke hat die Stücke ausgesucht, die gespielt werden, Wolf und Bader haben die Chips in den kleinen Replikaten der Cover programmiert, die für Besucher bereitliegen. Die Musik ertönt, wenn man eines der Cover auswählt und in die Mitte des Plattentellers legt.

          Die Installation, ein Nachklang zu Meineckes Frankfurter Poetikdozentur im Wintersemester, ist während der Öffnungszeiten des Restaurants „Margarete“, Braubachstraße 18-22, montags bis freitags von jeweils 7.30 sowie samstags und sonntags von jeweils 10 Uhr an zu sehen. Gezeigt wird sie bis Mitte April, dann folgt die nächste Ausstellung des „Fensters zur Stadt“. Sie gehört zum Programm des Lesefests „Frankfurt liest ein Buch“ und widmet sich den Schauplätzen, Zeiten und Gegenständen von Silvia Tennenbaums neu aufgelegtem Frankfurtroman „Straßen von gestern“.

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