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Unsicherheit wegen Brexit : 40 Prozent weniger Rechtslenker-Flaggschiffe von Opel

Made in Rüsselsheim: Das Stammwerk baut den Insignia und auch die Rechtslenker-Version des Fahrzeugs Bild: Adam Opel AG

Was folgt nach dem Brexit? Diese Frage ist für Opel nicht nur wegen der Schwestermarke Vauxhall von Interesse. Opel baut in Rüsselsheim auch die Rechtslenker-Version des Insignia. Der Absatz knickte zuletzt scharf ein.

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          Zum Monatsende verlässt das Vereinigte Königreich die Europäische Union und vollzieht den sogenannten Brexit. Das betrifft auch zahlreiche Unternehmen in Hessen und allen voran wohl Opel, auch wenn Großbritannien für eine Übergangszeit die Regeln der EU weiter befolgt. Denn der Autobauer aus Rüsselsheim verfügt nicht nur über die britische Schwestermarke Vauxhall, er baut im Werk Ellesmere Port nahe Liverpool im Westen Englands bisher einen Teil der Astra-Flotte. Zudem fertigt das Stammwerk die für England und andere Teile Großbritanniens gedachte Rechtslenker-Version des als Flaggschiff apostrophierten Insignia. Die vielen Monate währende Unsicherheit um den Brexit hat dem britischen Automarkt allgemein und auch dem Absatz dieses Modells geschadet.

          Thorsten Winter

          Wirtschaftsredakteur und Internetkoordinator in der Rhein-Main-Zeitung.

          Nach 14.500 Rechtslenker-Insignias im Jahr 2018 setzte Opel/Vauxhall im vergangenen Jahr nur noch 8800 Wagen dieses Typs ab. Diese Zahlen nannte ein Sprecher auf Anfrage. Das macht ein Minus von 40 Prozent. Sie erscheinen betrüblich angesichts der seit Oktober 2019 geltenden Kurzarbeit im Rüsselsheimer Werk. Seitdem tritt nur die Frühschicht an.

          Flaggschiff schwächelte zuletzt allgemein

          Das liegt auch am Auslaufen der Produktion des kleinen Familien-Vans Zafira in der Mitte des vergangenen Jahres. Aber auch der Insignia schwächelt und das nicht nur in Großbritannien. Hierzulande sank die Zahl der Neulassungen im Vergleich zu 2018 zuletzt um gut ein Viertel auf nur noch gut 18.000 Fahrzeuge. Europaweit ging es in den ersten neun Monaten des vergangenen Jahres insgesamt von 55.000 auf 39.000 hinunter.

          Dabei ist zu bedenken, dass diese Daten des alten Insignia betreffen. Mittlerweile bietet die deutsche Tochtergesellschaft der Peugeot-Mutter PSA ein überarbeitetes Modell mit neuen, effizienteren Motoren und modernerer Ausstattung an. Den sogenannten Rebrush stellte Opel im Januar im Brüsseler Autosalon vor.

          In etwa einem Jahr will Opel in Rüsselsheim mit der Produktion der ersten neuen Astra-Kompaktwagen am Standort beginnen. Der Astra ist neben dem Kleinwagen Corsa gemessen an den Absatzzahlen das wichtigste Modell des Autobauers.

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