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Überregionale Stromtrassen : Initiativen: Protest gegen Suedlink intensivieren

  • Aktualisiert am

Bild: Tennet

Umweltschützer und Energiepolitik-Kritiker geben nicht klein bei - vielmehr wollen sie sogar ihren Protest gegen Suedlink verstärken. Das hat mich dem Umfang des Stromnetzausbaus zu tun.

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          Der Protest von Umweltschützern und Energiepolitik-Kritikern gegen große Stromautobahnen in Deutschland wächst. Man wolle eine Offensive gegen überdimensionierten Stromnetzausbau starten und das Thema mehr ins Bewusstsein der Bevölkerung rücken, teilte der Bundesverband der Bürgerinitiativen gegen Suedlink (BBgS) und der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) nach einem Treffen in Fulda am Montag mit. Die BUND-Landesverbände aus Hessen, Bayern, Thüringen und Niedersachsen hatten dabei ihre ablehnende Haltung gegen die geplanten Stromtrassen Suedlink und Suedostlink bekräftigt.

          Die Stromtrassen sollen Windstrom aus dem Norden und Osten in den Süden transportieren. Suedlink zum Beispiel soll rund 800 Kilometer lang werden und laut Grobplanung auch Nord- und Osthessen durchqueren. Bund und BBgS stellen den Sinn und Zweck in Frage und bevorzugen dezentrale Energiekonzepte mit regionalen Verteilnetzen. Sie forderten erneute Bedarfsermittlungen für die großen Leitungen.

          In einer Erklärung der Kritiker heiß es: „Punkt-zu-Punkt-Verbindungen wie Suedlink und Suedostlink, ohne Einspeisungs- und Abzweigmöglichkeiten, können den vielfältigen Anforderungen an künftige dezentrale Energieerzeugungs- und Verbrauchsstrukturen nicht gerecht werden.“

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