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Krebsgefahr durch Abfälle : Was steckt im Schutt?

  • -Aktualisiert am

Soll mit Bauschutt verfüllt werden: der ehemalige Steinbruch südlich der A60 in Mainz Bild: Michael Kretzer

Eine Bürgerinitiative in Mainz warnt vor Krebsgefahr durch Abfälle, die im Weisenauer Steinbruch deponiert werden sollen. Bürgermeister Beck verspricht strenge Kontrollen.

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          Wie man einen ehemaligen Steinbruch nutzen kann, zeigt die Stadt Mainz im Stadtteil Weisenau. Aus dem riesigen Loch, das bis vor wenigen Jahren nördlich der A60 klaffte, ist dank Renaturierung ein Naturschutz- und Naherholungsgebiet geworden. Auf dem Geopfad, einem rund zwei Kilometer langen Rundwanderweg lassen sich mehr als 20 Millionen Jahre geologischer Vergangenheit nachvollziehen.

          Südlich der Autobahn könnte in unmittelbarer Nachbarschaft der Großbergsiedlung etwas Ähnliches entstehen, schätzungsweise in 15 Jahren. Zuvor soll der zweite Teil des stillgelegten Kalksteinbruchs jedoch als Deponie dienen. Ein entsprechender Beschluss des Stadtrates liegt schon lange vor, eine Bürgerinitiative läuft dagegen Sturm. Dass es sich, wie Bürgermeister Günter Beck (Die Grünen) sagt, um eine mineralische Deponie handelt, die Bürgerinitiative Mainz21 hingegen von einer Mülldeponie spricht, ist dabei die kleinste Schwierigkeit. Die in der Bürgerinitiative versammelten Anwohner aus Weisenau, Hechtsheim und Laubenheim fürchten unter anderem Vergiftungen von Luft und Wasser, einen Wertverlust ihrer Häuser und Schäden daran durch rund 12.000 Bohrungen, die erfolgen müssten, um den porösen Untergrund zu stabilisieren.

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