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Gaswerk für die Zukunft : Das industrielle Herz verlangt nach Energie

150 Jahre Industriegeschichte: Manche alten Gebäude auf dem 100-Hektar-Areal stehen leer, können aber trotz Platzmangels nicht abgerissen werden. Bild: Marcus Kaufhold

Im Industriepark Kalle-Albert soll ein neues Gaskraftwerk die Zukunft sichern. Weil der Mangel an Flächen das Wachstum begrenzt, stehen die Zeichen auf Erweiterung.

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          Die Landeshauptstadt gilt gemeinhin als Stadt der Beamten und Dienstleister. Landes- und Bundesbehörden sowie große Unternehmen mit Tausenden von Büroarbeitsplätzen wie die R+V-Versicherung prägen bisweilen die öffentliche Wahrnehmung und legen nahe, dass Wiesbaden eher eine Stadt der Büromenschen und nicht der Malocher ist. Rund 18.000 Beschäftigte arbeiten im Handel, 17.000 im Gesundheits- und Sozialwesen, 14.000 in der öffentlichen Verwaltung. Aber auch rund 13.500 im verarbeitenden Gewerbe. Der Fokus auf den öffentlichen Dienst darf daher den Blick auf den Industriestandort nicht verstellen, dessen kraftvolles Herz seit 150 Jahren am Rhein zwischen Biebrich und Amöneburg schlägt. Dort liegt der knapp 100 Hektar große Industriepark Kalle-Albert.

          Oliver Bock

          Korrespondent der Rhein-Main-Zeitung für den Rheingau-Taunus-Kreis und für Wiesbaden.

          Was einst ein traditionsreicher Standort von Hoechst war und nach der Übernahme vor 20 Jahren zunächst vom Nachfolger Clariant geprägt wurde, ist heute ein vielschichtiger Standort für fast 80 große und kleine Unternehmen aus dem In- und Ausland, darunter ein Dutzend mit jeweils mehr als 100 Mitarbeitern. Alle zusammen geben rund 5600 Beschäftigten einen Arbeitsplatz. Das sind rund 40 Prozent der Industriearbeitsplätze in Wiesbaden.

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