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Kalle-Albert in Wiesbaden : Industriepark bei Strom und Dampf unabhängig

Kraftpaket: Der Industriepark Kalle-Albert erzeugt mehr Strom, als er bisweilen selbst braucht Bild: Infraserv Wiesbaden

Mehr Energie herstellen als an Ort und Stelle benötigt: Das gelingt dem Betreiber des Wiesbadener Industrieparks mittlerweile. Unter anderem ein neues Kraftwerk macht es möglich.

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          Mit seinem neuen Gas- und Dampfturbinen-Kraftwerk hat Infraserv als Betreiberin des Industrieparks Kalle-Albert in Wiesbaden die größte Investition in der Unternehmensgeschichte getätigt. Gleichzeitig macht sich der Betreiber unabhängiger von anderen Energieerzeugern und liefert bisweilen sogar überschüssigen Strom. Insgesamt wurden knapp 95 Millionen Euro in das Kraftwerk für das 96 Hektar großen Areal aufgewendet. Seit wenigen Wochen läuft es im Vollbetrieb. Den 75 Unternehmen im Industriepark, darunter sind 15 große Produktionsbetriebe aus den Branchen Lebensmittel, Chemie und Pharma, sollen mit dem Kraftwerk dauerhaft attraktive Standortbedingungen geboten werden.

          Oliver Bock
          Korrespondent der Rhein-Main-Zeitung für den Rheingau-Taunus-Kreis und für Wiesbaden.

          Finanzminister Michael Boddenberg (CDU) sprach jetzt anlässlich der Präsentation von einer „zukunftsweisenden Investition für die Stärkung des Industriestandorts Hessen“. Durch das neue Gas- und Dampfturbinenkraftwerk werde die Stromerzeugung im Industriepark wesentlich effizienter, gleichzeitig sinke die Abhängigkeit von Stromimporten. Die Baugenehmigung hatte das Regierungspräsidium im Sommer 2019 erteilt. Wiesbadens Wirtschaftsdezernent Oliver Franz (CDU) lobte die enge Kooperation zwischen der Stadt und dem Unternehmen. Der Industriepark präge die Wahrnehmung der Stadt als Industriestandort.

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