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Strukturwandel in Offenbach : Ein „Heimathafen“ im Nordend

  • -Aktualisiert am

Gemeinsam gegen Wohnungsnot: SPD-Oberbürgermeister aus Frankfurt und Offenbach Peter Feldmann (links) und Horst Schneider (rechts) (Archivbild) Bild: Jonas Wresch

In Offenbach wird weiterhin viel gebaut. Auf dem Areal einer ehemaligen Armaturenfabrik entstehen 125 neue Wohnungen. Gemeinsam wollen die Städte Offenbach und Frankfurt gegen die Wohnungsnot im Rhein-Main-Gebiet anbauen.

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          Auf dem früheren Gelände des Armaturen-Herstellers Jado zwischen Bettina-, Taunus- und Andréstraße in Offenbach errichtet die Nassauische Heimstätte/Wohnstadt gemeinsam mit ihrer Tochtergesellschaft NH Projektstadt GmbH sechs vier- bis sechsstöckige Wohngebäude mit insgesamt 125 frei finanzierten Mietwohnungen. Den Grundstein für das Projekt, das wegen der Nähe zum Offenbacher Hafen den Namen „Heimathafen“ trägt, haben die Oberbürgermeister von Frankfurt und Offenbach, Peter Feldmann und Horst Schneider (beide SPD), gemeinsam mit Constantin Westphal, dem für die Immobilienbewirtschaftung zuständigen Geschäftsführer der Nassauischen Heimstätte, gelegt.

          Rund 28 Millionen Euro werden für das Vorhaben investiert. Die Bauarbeiten sind seit September im Gange. Im Mai 2017 sollen die Wohnungen fertig sein.

          Die Wohnungspreise in Offenbach sind  deutlich günstiger

          Im Rhein-Main-Gebiet Wohnungen zu errichten werde immer schwieriger, hob Westphal hervor. Die steigenden Kosten hierfür könne und wolle die Nassauische Heimstätte aber nicht „eins zu eins“ an die Mieter weitergeben. An dem Unternehmen seien unter anderem das Land Hessen und die Stadt Frankfurt beteiligt. Man stehe vor der Aufgabe, gemeinsam gegen die Wohnungsnot im Rhein-Main-Gebiet anzubauen.

          Westphal führte Projekte der Nassauischen Heimstätte auf dem Frankfurter Riedberg und in Sachsenhausen an. Auf dem Riedberg habe man gerade Richtfest für 160 geförderte Mietwohnungen gefeiert. Frankfurt und Offenbach brauchten sich gegenseitig.

          Der „Heimathafen“ entstehe auf einem ehemaligen Industriegelände. Der Strukturwandel, den Offenbach erlebe, biete die Möglichkeit, „Menschen das Wohnen in der Mitte des Rhein-Main-Gebiets zu ermöglichen“. Die Nassauische Heimstätte wolle in die Kostenspirale beim Wohnungsbau eingreifen.

          Schneider wies darauf hin, dass die Wohnungspreise in Offenbach nach wie vor deutlich günstiger seien als in Frankfurt. Offenbach wachse weiter und wolle Firmen, die Gewerbesteuer zahlten, zur Ansiedlung gewinnen, damit die Stadt 2022 einen ausgeglichenen Etat vorlegen könne.

          Oberbürgermeister Peter Feldmann ist gegen „Kleinstaaterei“

          Im Offenbacher Nordend lebten etwa 16.000 Menschen. Das Gebiet sei hoch verdichtet mit nur wenig Grün. Dass dort Wohnungen entstünden, „ist genau das, was wir wollen“. Feldmann wandte sich gegen „Kleinstaaterei“; nur gemeinsam könne man die Aufgaben Wohnungsbau und Stadtentwicklung lösen. Die Nassauische Heimstätte bewirtschaftet rund 60.000 Wohnungen in Hessen, davon 16.000 in Frankfurt und 2.800 in Offenbach. In den sechs Gebäuden des „Heimathafens“ entstehen Ein- bis Vier-Zimmer-Wohnungen mit 28 bis 125 Quadratmetern. Der Mietpreis soll bei etwa 9,25 Euro pro Quadratmeter liegen. Die Häuser werden den Energiestandard KfW 70-Effizienzhaus erfüllen. Den Mietern stehen 103 Tiefgaragenplätze und großzügige Grün- und Spielflächen zur Verfügung.

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