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Saisonbeginn : Frankfurts Freibäder öffnen ihre Pforten

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Der Sprung ins kühle Nass: Die Freibadsaison in Frankfurt ist eröffnet. Bild: Jens Gyarmaty

Am sonnigen Wochenende werden fast alle Freibäder in Frankfurt geöffnet sein. Dem Wasserspaß sollte also nichts im Wege stehen. Nur im Riedbad gibt es weiterhin Schwierigkeiten wegen eines Rohrbruchs.

          Von morgen an haben die Frankfurter Wasserfreunde wieder eine größere Auswahl für das Baden unter freiem Himmel. Angesichts von erwarteten Temperaturen von bis zu 28 Grad erwartet die Geschäftsführung der Bäderbetriebe großen Andrang. Darum öffnen nach dem Hausener Bad und dem Silobad in Höchst nun auch die Freibäder Brentano, Eschersheim, Stadion und Nieder-Eschbach. Damit sind mit Ausnahme des Riedbads in Bergen-Enkheim alle Freibäder eröffnet.

          Das Stadionbad steht nun täglich von 7 bis 20 Uhr zur Verfügung. Allerdings wird es schon am nächsten Wochenende wieder geschlossen sein, denn das gesamte Bad gehört zum Areal des Festivals „World Club Dome“, das vom 1. bis 3. Juni rund um das Waldstadion stattfindet. Das ist einer der Gründe, warum es den Verein der Freunde des Stadionbades besonders ärgert, dass das Bad nicht schon seit Anfang Mai geöffnet ist. Nach Angaben der Bäderbetriebe konnten wegen des späten Wintereinbruchs Reparatur- und Fliesenarbeiten nicht rechtzeitig abgeschlossen werden. Besonders für die Frühschwimmer, die morgens vor der Arbeit ihrem Sport nachgehen wollten, sei das betrüblich, sagt Guido Leson vom Vorstand des Stadion-Freundesvereins. Sie müssten aus allen Teilen der Stadt nach Höchst oder Hausen fahren. Denn die Freibäder Nieder-Eschbach, Eschersheim und Brentano öffneten erst um 10 Uhr.

          Das Freibad Nieder-Eschbach ist am Abend bis 20 Uhr offen, Gleiches gilt für das Brentanobad und das Freibad in Eschersheim. Letztere öffnen am Wochenende sowie in den Sommerferien schon um 9 Uhr. Die Öffnungszeiten können aber je nach Witterung geändert werden, sie sind unter www.frankfurter-baeder.de zu finden. Der Eintritt für Erwachsene kostet regulär 4,80 Euro, lässt sich durch Kauf einer Vorteilskarte aber um bis zu 25 Prozent verringern.

          Schaden an Hauptwasserleitung

          Das Riedbad in Bergen-Enkheim kann wegen des Schadens an der Hauptwasserleitung nicht vor August öffnen. Die Reparatur werde in diesen Tagen beginnen und voraussichtlich acht Wochen dauern, sagte gestern der Geschäftsführer der Bäderbetriebe, Frank Müller. Die Wasserleitung müsse zum Teil neu verlegt werden. Die Liegewiesen und die Außenbecken werden somit fast die ganzen Sommerferien nicht nutzbar sein. Das angeschlossene Hallenbad bleibt dafür geöffnet.

          Eigentlich hätte das Freibad schon Anfang Mai den Betrieb aufnehmen sollen. Doch wenige Tage vor der Öffnung wurde laut Müller ein eineinhalb Meter langer Riss in einem Hauptrohr der Wasserzufuhr für die Außenbecken festgestellt . Zunächst hieß es, das Bad bleibe noch bis Anfang Juni geschlossen. Doch der Schaden war größer als zunächst angenommen: Das Rohrleck liegt genau unter dem Hallenbad. Weil eine Reparatur an dieser Stelle äußerst schwierig und teuer wäre, habe man sich dazu entschlossen, die Hauptwasserleitung komplett neu und um das Hallenbad herum zu verlegen, sagte Müller. Es sei schwierig gewesen, so kurzfristig noch Fachfirmen für die Tiefbauarbeiten zu finden. Auch müsse das Rohr extra hergestellt werden. Darum begönnen die Arbeiten erst jetzt.

          Keine akute Gefahr für die Gäste

          Auf den Schaden sei man bei der Reparatur eines Lecks an anderer Stelle im Bad aufmerksam geworden. Die Kontrolle mit einer Kamera habe schließlich den Riss in dem 40 Zentimeter starken Hauptrohr unter dem Bad bestätigt, sagte Müller. Es habe die Gefahr bestanden, dass auslaufendes Wasser den Gebäudeboden unterspüle und das Fundament absacke. Nach jetzigen Stand gebe es jedoch kein akutes Risiko für Gebäude und Badegäste, versicherte Müller. Deswegen könne das Hallenbad weiter genutzt werden; es werde samstags und sonntags auch extra eine Stunde früher, also um 7 Uhr geöffnet.

          Die Außenanlage mit den Liegewiesen während der Bauphase als Licht- und Luftbad zugänglich zu machen ist laut Müller nicht möglich. Er begründete dies mit der mangelnden Sicherheit während der Bauarbeiten. Auch wäre der Personalaufwand zu groß. Die voraussichtlichen Reparaturkosten von 100.000 Euro könnten durch die eingesparten Wasser- und Personalkosten halbwegs ausgeglichen werden. Die durchschnittliche Besucherzahl im Riedbad von bis zu 400.000 Badegästen werde in diesem Jahr aber wohl nicht erreicht.

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