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Diesel-Fahrverbot : Wo Stickoxid in Frankfurt zum Problem wird

Drohende Diesel-Fahrverbote: Frankfurt kämpft um saubere Luft. Bild: EPA

Für den Bundesverkehrsminister sind die Städte selbst schuld an Fahrverboten. Und Darmstadt scheint glimpflich davonzukommen. Hat Frankfurt alles falsch gemacht?

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          „Wir waren als Stadt in den vergangenen Jahren alles andere als im Tiefschlaf“, sagt Umweltamtsleiter Peter Dommermuth. Ihn ärgert, dass er sich zum zweiten Mal binnen weniger Wochen anhören muss, dass die Stadt nichts getan habe, um Fahrverbote abzuwenden. Erst hatten die beiden hessischen Grünen-Minister Priska Hinz und Tarek Al-Wazir an die Stadt und insbesondere den SPD-Verkehrsdezernenten Klaus Oesterling appelliert, „schnell aktiver zu werden“. Nun hat Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) nachgelegt und den Städten die Schuld an den drohenden Fahrverboten gegeben. Und er fordert, dass sie aktuelle Luftreinhaltepläne vorlegen. Sie sollen nicht älter als ein Jahr sein. Nicht nur, um Gerichte zu überzeugen, sondern auch, um in den Genuss von Fördermitteln wie das „Sofortprogramm Saubere Luft“ zu kommen.

          Katalog zur Verringerung der Stickoxid-Belastung

          Mechthild Harting

          Redakteurin in der Rhein-Main-Zeitung.

          Dommermuth, dessen Umweltamt das Erstellen des Luftreinhalteplans für die Stadt verantwortet, wird nicht müde, darauf hinzuweisen, dass „die ganze Zeit etwas in Frankfurt passiert ist“. Auch wenn der aktuelle Luftreinhalteplan für die Stadt Frankfurt tatsächlich aus dem Jahr 2011 stamme. Doch Frankfurt habe dem hessischen Umweltministerium 2014 ein Paket mit ersten Schritten zur Fortschreibung des Luftreinhalteplans geliefert.

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