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Einstige Neckermann-Zentrale : „Das erste denkmalgeschützte Rechenzentrum der Welt“

Denkmalgeschützt: Das Hauptgebäude auf dem Neckermann-Areal wurde von Egon Eiermann entworfen. Bild: Wonge Bergmann

Mehr als eine Milliarde Euro will Interxion ausgeben, um ein berühmtes Bürogebäude in Frankfurt zu einem Rechenzentrum umzubauen. Der Denkmalschutz hat nichts mehr dagegen.

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          Die ehemalige Zentrale des Neckermann-Konzerns darf zum Rechenzentrum umgebaut werden. Mit den Denkmalschutzbehörden habe man sich grundsätzlich über die künftige Gestaltung des 316 Meter langen Eiermann-Gebäudes in Frankfurt-Fechenheim geeinigt, teilte der Rechenzentrenbetreiber Interxion mit. Das niederländische Unternehmen will im Osten Frankfurts auf elf Hektar einen riesigen Server-Campus errichten und etwa eine Milliarde Euro investieren. Dabei entstehe Frankfurts größtes Rechenzentrum, sagte Jens Prautzsch, Geschäftsführer von Interxion Deutschland. Wegen der vielen Rechenzentren ist Frankfurt der größte Internetknoten der Welt.

          Falk Heunemann

          Wirtschaftsredakteur in der Rhein-Main-Zeitung.

          „Frankfurt stärkt damit seinen Status als Internet-Hauptstadt und Digitalstandort – und bekommt das erste denkmalgeschützte Rechenzentrum der Welt“, sagte der Frankfurter Stadtentwicklungsdezernent Mike Josef (SPD). Das Neckermann-Gebäude war vor sechzig Jahren vom Architekten Egon Eiermann entworfen worden, einem der bedeutendsten Architekten der Nachkriegsmoderne. Seit der Insolvenz des Frankfurter Versandkonzerns 2012 steht der Bau weitgehend leer, zeitweise wurde er als Flüchtlingsunterkunft genutzt. 

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