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No-Shows in der Gastronomie : Wer nicht kommt, soll trotzdem zahlen

No-Shows stellen ein großes Problem für Wirte dar. Bild: dpa

Ein Gast fehlt unentschuldigt: Was tun, wenn im Lokal jeden Abend reservierte Tische frei bleiben? Immer mehr Wirte wollen Gebühren verlangen.

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          Bestellt war ein Tisch für sechs Personen, erschienen sind drei. Gewünscht war ein ruhiger Platz für ein Paar, das etwas Privates zu feiern habe. Das Fest fand dann woanders statt, aber nicht dort, wo Küche und Service an diesem Abend auf zwei vergeblich warteten: Alltag in der Gastronomie. No-Shows, abgeleitet aus dem Englischen für nicht erschienen, nennen Restaurants und Hotels Leute, die gebucht haben und nicht erscheinen, aber auch nicht abgesagt haben. Jeder Wirt kennt das Phänomen. Manchem ist es egal, je mehr Laufkundschaft er hat, desto eher. Andere ärgern sich, schreiben das aber ab in der Rubrik Berufsrisiko. Wieder andere wollen das unentschuldigte Fehlen nicht länger hinnehmen.

          Jacqueline Vogt

          Redakteurin in der Rhein-Main-Zeitung, verantwortlich für den Rhein-Main-Teil der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

          Von sofort an wollten ihre Mitglieder mehrheitlich für unangekündigtes Fernbleiben eine Rechnung ausstellen: Das teilte unlängst die Initiative Gastronomie Frankfurt (IGF) mit, ein Zusammenschluss von Szene-Wirten, der 81 Betriebe repräsentiert. In Facharztpraxen sei es üblich, dass Leute, die einen gebuchten Termin nicht wahrnähmen, mit einer Gebühr zur Kasse gebeten würden, für nicht stornierte Hotelzimmer sei ebenfalls zu zahlen. In der Gastronomie seien solche Gebühren unüblich, obwohl No-Shows ein großes Problem für sie darstellten.

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